Detailseite
Projekt Druckansicht

Konfokales Laserscanning-Mikroskop mit Fluoreszenz-Lebensdauer-Mikroskopie (FLIM)

Fachliche Zuordnung Medizin
Förderung Förderung in 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 575473651
 
Forschungsaktivitäten an der Medizinischen Fakultät Mannheim konzentrieren sich auf vaskuläre Biologie und Medizin, Medizintechnologie, Onkologie und Entzündungsforschung. Sie bilden eine einzigartige interdisziplinäre Forschungsumgebung, die Grundlagenforschung und translationale Wissenschaft verbindet. Die Integration überbrückt die Lücke zwischen biologischer Grundlagenforschung und klinischer Anwendung, ermöglicht die Entdeckung und Validierung von Biomarkern, das Verständnis von Krankheitsmechanismen und die Entwicklung innovativer Therapien. Zur Unterstützung dieser Vorhaben ist die Anschaffung eines modernen konfokalen Laserscanning-Mikroskops mit Fluoreszenz-Lebensdauer-Mikroskopie (FLIM) und Multiplex-Fluoreszenzbildgebung von entscheidender Bedeutung. Es ermöglicht eine hochauflösende Bildgebung zellulärer und molekularer Prozesse, einschließlich Tiefengewebsbildgebung, Lebendzellanalysen und multidimensionaler Fluoreszenzstudien. Es bietet weitgefächerte Möglichkeiten zur Untersuchung zellulärer Signalwege und therapeutischen Ansätzen. Es stärkt die Forschung in den Kernbereichen der regulierten Nekrose, Immuninteraktionen und Tumorangiogenese erheblich. Darüber hinaus ermöglicht die multiplexe Bildgebung mehrerer Biomarker eine umfassende, hochdurchsatzfähige Analyse und steigert so die Effizienz und Aussagekraft experimenteller Studien. Ein solches Mikroskop wäre für zahlreiche Forschungsgruppen an der Medizinischen Fakultät Mannheim von Nutzen. Multiplexing-Anwendungen werden zunehmend eingesetzt und sind in verschiedensten Forschungsfeldern etabliert, beispielsweise bei der Frage nach Lokalisation einzelner Zelltypen im Gewebe und deren Wechselwirkungen untereinander. Zudem besteht ein dringender Bedarf an einem konfokalen Mikroskop mit integrierter Inkubationskammer, um standardisierte Umgebungsbedingungen aufrechtzuerhalten, die für zelluläre Langzeituntersuchungen und die Beobachtung longitudinaler therapeutischer Effekte essenziell sind. Ohne ein spezielles System zur Unterstützung der Lebendzellbildgebung ist es nicht möglich, dynamische Prozesse zu erforschen und die langfristigen Auswirkungen therapeutischer Maßnahmen zu beurteilen - beides sind zentrale Aspekte der translationalen und präklinischen Forschung. Auch für die Grundlagenforschung ist die Möglichkeit, dynamische zelluläre Prozesse in Echtzeit und über einen längeren Zeitraum zu beobachten und zu analysieren, entscheidend. Diese Option ist essentiell, um neue biologische Mechanismen aufzudecken, das Verständnis zellulärer Signalwege zu vertiefen und parallel den Zellstoffwechsel und die Stressantwort zu untersuchen. Die Integration einer Inkubationskammer in ein FLIM-fähiges Mikroskop ist entscheidend, da hochempfindliche Messungen sensibel auf Temperatur und CO₂-Gehalt reagieren. Stabile Umgebungsbedingungen sind daher unerlässlich, um über längere Beobachtungszeiträume hinweg zuverlässige Daten zu erhalten.
DFG-Verfahren Forschungsgroßgeräte
Großgeräte Konfokales Laserscanning-Mikroskop mit Fluoreszenz-Lebensdauer-Mikroskopie (FLIM)
Gerätegruppe 5090 Spezialmikroskope
Antragstellende Institution Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
 
 

Zusatzinformationen

Textvergrößerung und Kontrastanpassung