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Digitalisierung der mittelalterlichen lateinisch- und französischsprachigen Handschriften aus der Signaturengruppe „Manuscripta Hamiltoniana“ (Ms. Ham.) der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Antragsteller
Professor Dr. Achim Bonte
Fachliche Zuordnung
Griechische und Lateinische Philologie
Kunstgeschichte
Mittelalterliche Geschichte
Kunstgeschichte
Mittelalterliche Geschichte
Förderung
Förderung seit 2025
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 575726146
Gegenstand des Projekts ist die Erstellung und zeitgemäße Präsentation der Bild- und Erschließungsdaten von 257 mittelalterlichen lateinisch- und französischsprachigen Handschriften der Signaturengruppe „Manuscripta Hamiltoniana“ (Ms. Ham.) der Staatsbibliothek zu Berlin, insgesamt etwa 70.500 Images. Die 1882 erworbene Handschriftensammlung von Sir Alexander Douglas, 10. Duke of Hamilton (1767–1852), zählt als eine erstrangige Sammlung inhaltlich und kunsthistorisch gleichermaßen bedeutender Zimelien zu den zentralen Beständen der abendländischen Handschriften der SBB. Sie besitzt daher für die Forschung aus diversen Fachdisziplinen im In- und Ausland besondere Relevanz. Die für das Projekt ausgewählten mittelalterlichen lateinisch- und französischsprachigen Hamilton-Handschriften sind bereits durch aktuelle wissenschaftliche Kataloge erschlossen und können damit der Forschung im Projektergebnis in bestmöglicher Kombination von Erschließungs- und Bildinformation zur Verfügung gestellt werden. Die Reproduktion der Bände im Digitalisierungszentrum der SBB erfolgt unter restauratorischer Begleitung bestandsschonend durch jeweils objektbezogen geeignete Verfahren. Mehr als 63.500 Images werden dabei mit Fototechnik auf einem „Grazer Buchtisch“ anzufertigen sein. Nach Abschluss der Digitalisierung werden alle vorhandenen Digitalisate mit differenzierten inhaltlichen Strukturmetadaten versehen und online gestellt. Die Abläufe im Projekt insgesamt wie im Digitalisierungszentrum im Speziellen bedürfen der Planung und Steuerung. Sowohl die Ergebnisse der Imagedigitalisierung als auch der Strukturdatenerfassung werden zuvor einer geregelten Qualitätskontrolle unterzogen. Die zeitgemäße Präsentation sowie die langfristige, flexible Nachnutzbarkeit der Images und ihrer Metadaten wird durch die „Digitalisierten Sammlungen“ der SBB sichergestellt, in denen diese im Public Domain unter persistenten URLs und nach dem IIIF-Standard angeboten werden. Zusätzlich zur Erfassung der bibliographischen Informationen sowie der Strukturmetadaten gehört der zentrale Nachweis dieser Informationen im nationalen Nachweisinstrument „Handschriftenportal“ zum Projektvorhaben. Dort werden spätestens zum Projektende alle relevanten Beschreibungen im Volltext online recherchierbar mit Referenzen auf die einzelnen Digitalisate verfügbar sein.
DFG-Verfahren
Digitalisierung und Erschließung (Wiss. Literaturversorgung und Informationssysteme)
