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Myokardfibrose bei Athleten: Langfristige Implikation auf die Myokardfunktion? Eine Herz-Magnetresonanztomographie-Studie (MOVE-Studie)

Fachliche Zuordnung Kardiologie, Angiologie
Radiologie
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 575732625
 
Moderates reguläres Training hat vorteilhafte Effekte auf das kardiovaskuläre System und eine regelmäßige körperliche Aktivität wird zur primären und sekundären Prävention von kardiovaskuläreren Erkrankungen empfohlen. Auf der anderen Hand ist Sport auch assoziiert mit einem plötzlichen Herztod während oder unmittelbar nach einer körperlichen Belastung in einer kleinen Minderheit von Athleten. Wir haben bisher gezeigt, dass Triathleten mit einer fokalen nicht-ischämischen Myokardfibrose (LGE+) einen höheren systolischen Spitzen-Blutdruck unter Belastung hatten im Vergleich zu LGE- Triathleten. Weiterhin war der linksventrikuläre Massen-Index höher bei LGE+ Triathleten verglichen mit LGE- Triathleten. Eine multivariate Analyse identifizierte den systolischen Blutdruck unter Spitzenbelastung und die Schwimmdistanz im Wettkampf als unabhängige Prädiktoren von einem LGE bei Triathleten. Weiterhin haben wir gezeigt, dass LGE+ Triathleten eine reduzierte systolische Funktion im Feature tracking strain CMR haben. Es zeigte sich, dass der globale radiale Strain niedriger war bei LGE+ Triathleten mit 40 +-7% verglichen mit LGE- Triathleten (45 +-7%, P<0,05), während die LV-Ejektionsfraktion normal war bei LGE+ (62 +-6%) und LGE-Triathleten (62 +-5%, P<0,958). Unsere Daten führen zu der Hypothese, dass eine wiederholte Volumenüberlastung des Myokards ausgelöst durch intensive Ausdauertrainingseinheiten von mehreren Stunden pro Tag über viele Jahre einen Einfluss haben wird auf ein pathologisches Remodeling, was zu erhöhten Blutdruckwerten unter Belastung und einer nachfolgenden LGE-Entstehung bei Athleten führt. In den letzten Jahren haben wir insgesamt 320 Sportler mittels kontrastverstärkter kardialer Magnetresonanztomographie (CMR) und Spiroergometrie untersucht, darunter 160 Triathleten, 80 Marathonläufer und 80 Radfahrer. Die geplante Nachuntersuchungsstudie wird zwei offene Fragen der derzeit vorliegenden Studien analysieren. Erstens: Wie viele Athleten entwickeln ein neues LGE bei den Athleten, die ursprünglich kein LGE hatten? Zweitens: Wie entwickelt sich die LGE-Größe bei Sportlern mit bestehendem LGE? Kommt es bei Sportlern, die regelmäßig an Wettkämpfen teilnehmen, zu einer Größenzunahme oder bleibt die LGE-Größe über die Zeit konstant? Die Frage ist, ob die Myokardfibrose bei Sportlern ein kontinuierlicher Prozess ist, bei dem im Laufe der Zeit neue Fibrosebereiche entstehen und wie häufig neue Fibrosen auftreten. Darüber hinaus ist die Zunahme der Fibrosegröße von Bedeutung, da die LGE-Größe bei Sportlern eine prognostische Auswirkung hat. Wir haben kürzlich gezeigt, dass Sportler mit einer LGE-Größe von >5 % der LV-Fläche ein erhöhtes Risiko für einen plötzlichen Herztod haben.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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