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Untersuchung der Bedeutung der CD39-CD73-Achse bei der dualen Checkpoint-Hemmung von HNSCC zur Krebsbehandlung
Antragstellerinnen / Antragsteller
Professor Dr. Richard Bauer; Professorin Dr. Anja Kathrin Wege
Fachliche Zuordnung
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Phoniatrie und Audiologie
Klinische Immunologie und Allergologie
Klinische Immunologie und Allergologie
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 576992023
Gegen Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinome (HNSCC) haben Immuncheckpoint-Therapien bislang nur einen begrenzten und fragilen Durchbruch gebracht: Ein grosser Teil der Patient:innen bleibt refraktär, Remissionen sind selten und häufig nicht von Dauer. Unser Projekt setzt genau an einer bislang unteradressierten, aber biologisch stringenten Engstelle der Immunsuppression an – dem CD39/CD73-Adenosin-Pfad – und verknüpft ihn mechanisch mit der PD-1-Achse; sowie, wo sinnvoll, mit LAG-3/TIM-3. Die Leitidee ist einfach und prüfbar: Wenn Adenosin-getriebene Signale die Erschöpfung von T-Zellen und die Wirkung von Checkpoint-Blockaden unterlaufen, dann kann eine duale Hemmung diese Barriere überwinden – vorausgesetzt, wir klassifizieren Patient:innen präzisen anhand valider Biomarker. Dafür kombinieren wir patientennahe 3D-Organoide, humanisierte patient-derived Xenografts (hPDX) und ein belastbares Biomarker-Set (Enzymaktivität und Expression von CD39/CD73, lösliche Checkpoints, funktionelle T-Zell-Readouts). In WP1 setzen wir auf ein integriertes Profiling von Tumor, Blut und extrazellulären Vesikeln, um das Adenosin-Mikromilieu und Checkpoint-Profile systematisch zu erfassen. In WP2 identifizieren wir die wirksamste synergistische Kombination gegenüber Mono- und PD-1-Standard und überführen diese in WP3. In WP3 erbringen wir den präklinischen Proof-of-Concept im hPDX-System und prüfen eine klinisch nutzbare Patienteneinteilung nach CD73-Status (positiv vs. Negativ), um die prädiktive Bedeutung von CD73 zu validieren. Vorarbeiten aus unserem Verbund belegen die regulierte, funktionell aktive CD73/PD-L1-Achse in HNSCC, die TEX-vermittelte Immunsuppression und charakteristische Erschöpfungsprogramme von T-Zellen – damit ist Machbarkeit gegeben. Erwarteter Outcome: eine validierte Kombinationsstrategie gegen Adenosin-vermittelte Resistenz, robuste Response-/Resistenzmarker und ein klarer Stufenkonzept für die frühe klinische Prüfung. Risiken durch Tumorheterogenität oder Engraftment adressieren wir mit adaptiver Kombination, vordefinierten Alternativen und Meilensteinen. Warum jetzt und warum wir: Das interdisziplinäre Regensburger Team (Bauer/Wege) vereint etablierte Kohorten, 3D-Organoide und hPDX-Infrastruktur – ideal, um in drei Jahren von Mechanismus über Wirksamkeit zur klinischen Prüfung zu gelangen.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
