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Hochauflösendes Massenspektrometer mit ESI-, APCI-, APPI- und LIFDI-Ionenquellen und HPLC-Kopplung
Fachliche Zuordnung
Molekülchemie
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 577014773
Das zu beschaffende Instrument soll dem Ersatz eines hochauflösenden Sektorfeld-Massenspektrometers dienen. Das neue Gerät soll dem im analytischen Dienstleistungslabor, Abteilung Massenspektrometrie des Instituts für Organische Chemie, anfallenden chemisch deutlich unterschiedlichen Probenaufkommen gerecht werden, weshalb eine möglichst große Vielfalt an Ionisationsmöglichkeiten angestrebt wird. Dabei sind die Polarität und die molare Masse des Analyten die beiden Hauptfaktoren, die die Anwendbarkeit von Ionenquellen bestimmen. Um einen möglichst breiten Bereich an Proben effektiv abzudecken, benötigen wir ein Gerät, das mit möglichst vielen Ionenquellen benutzt werden kann. Es soll einerseits mit Elektrosprayionisation (ESI) ausgestattet sein, andererseits durch zusätzliche Erweiterungen mit a) einer APCI-Ionenquelle, b) einer APPI-Ionenquelle, c) einer LIFDI-Ionenquelle und d) einer HPLC-Kopplung weitere Analytik-Optionen für verschiedene Forschungsprojekte bieten. Die APCI-Ionenquelle dient als Alternative zur ESI-Ionisierung für Messungen an unpolaren Molekülen und kann nach unserer Erfahrung in vielen Fällen auch die klassische EI-Ionenquelle ersetzen. Die APPI-Ionenquelle erweitert die Ionisationsmöglichkeiten und ergänzt die oben erwähnten ESI- und APCI-Quellen. Die hochspezifische LIFDI-Ionenquelle ermög-licht Analysen hydrolyse- und luftempfindlicher Substanzen mittels FD-Ionisation, wie z.B. borhaltige Verbindungen und Metallkomplexe. Diese Methode ist für Forschungsprojekte mehrerer im Fachbereich Chemie angesiedelter Arbeitsgruppen von hoher Bedeutung. In vielen Fällen ist dies die einzige Möglichkeit, sehr empfindliche Analyten (z. B. anorganische oder metallorganische Verbindungen) zu ionisieren, und entscheidet darüber, ob das Molekül durch Massenspektrometrie charakterisiert werden kann. Eine hohe Massengenauigkeit ist heute ein ausschlaggebendes Kriterium bei der Veröffentlichung wissenschaftlicher Ergebnisse. Um dies zu erreichen, muss die Auflösung des Massenspektrometers ausreichend hoch sein. Die Kopplung eines hochauflösenden Massenspektrometers mit HPLC erlaubt die direkte Bestimmung exakter Massen und somit die Ermittlung der Summenformeln von Einzelkomponenten komplexer Mischungen. Das HPLC-System ist außerdem als direktes, in Kombination mit einem Autosampler, vollautomatisierbares Probenaufgabesystem einsetzbar.
DFG-Verfahren
Forschungsgroßgeräte
Großgeräte
Hochauflösenden Massenspektrometers mit ESI-, APCI-, APPI- und LIFDI-Ionenquelle und HPLC-Kopplung
Gerätegruppe
1700 Massenspektrometer
Antragstellende Institution
Eberhard Karls Universität Tübingen
