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"Smart Materials" – Herstellung funktionsintegrierter elastomerer Bauteile mittels additiver Fertigung im Direct-Ink-Writing-Verfahren
Antragsteller
Dr.-Ing. Lennart Hinz; Dr.-Ing. Benjamin Klie
Fachliche Zuordnung
Kunststofftechnik
Ur- und Umformtechnik, Additive Fertigungsverfahren
Ur- und Umformtechnik, Additive Fertigungsverfahren
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 577143567
Das enorme Potential der additiven Fertigung in der Kautschukverarbeitung begründet sich insbesondere in der geometrischen Flexibilität beim schichtweisen Aufbau eines Formteils und der Möglichkeit zur gezielten lokalen Integration von Funktionen und Materialeigenschaften. Da der kautschukbasierte additive Druckprozess sehr rezepturspezifisch ist, können die Potentiale des Verfahrens zur Fertigung komplexer, funktionsintegrierter und anwendungsorientierter elastischer Formteile noch nicht vollständig genutzt werden. Passive Funktionsintegrationen umfassen einerseits lokal angepasste mechanische Struktureigenschaften, während darüber hinaus der Prozess auch Potentiale für eine aktive Funktionalisierung durch Sensorik und Aktorik bietet. Im Rahmen dieses Vorhabens werden grundsätzliche Forschungsfragen zur Realisierung eines „Multi-Material“-Drucks zur simultanen additiven Verarbeitung von zwei kautschukbasierten Mischungen innerhalb eines Verarbeitungsprozesses adressiert. Dies umfasst die Erforschung von Methoden zur gezielten passiven und aktiven Funktionalisierung durch gradierte Strukturen und integrierte Sensorik. Weiterhin werden neuartige Kalibrierverfahren erforscht, um auf Basis der akquirierten Sensordaten Spannungszustände und Materialkonfigurationen vorherzusagen und die Erkenntnisse an einem Demonstrator (Greifer) zu validieren.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
