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SP6 Flüchtige Stoffe – die unsichtbare Heterogenität der Wälder

Fachliche Zuordnung Ökologie der Landnutzung
Forstwissenschaften
Organismische Interaktionen, chemische Ökologie und Mikrobiome pflanzlicher Systeme
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 459717468
 
Robert MacArthur legte den Grundstein für die Habitat-Heterogenitäts-Hypothese anhand von Vögeln in Wäldern und zeigte eine monotone positive Heterogenitäts-Diversitäts-Beziehung zwischen der Vogelvielfalt und der vertikalen Baumheterogenität. Diese lineare Beziehung wurde jedoch gemäß der Flächen-Heterogenitäts-Trade-off-Hypothese in Frage gestellt. Kürzlich wurden jedoch weitere für die Biodiversität relevante Gradienten der Waldheterogenität identifiziert, die über die vertikale Struktur hinausgehen. In Phase 1 haben wir einen neuen Gradienten der Lebensraumheterogenität identifiziert, die unsichtbare Heterogenität durch flüchtige Stoffe (VOCs). Die Verwendung der VOC-Profile und verschiedener Insektengemeinschaften in unserer RU bietet die Möglichkeit, erstmals die Habitat-Heterogeneity Hypothese und die Area-Heterogeneity Trade-Off Hypothese für Umwelt-VOC Profile und Insektendiversität zu testen. Darüber hinaus zielt SP6 darauf ab, mehrere Hypothesen innerhalb des Konzepts der ephemeren Resourcen zu testen. Hier sollten Organismen, die von kurzlebigen, ephemeren Ressourcen für Insektengemeinschaften abhängig sind, stärker von VOC-Profilen beeinflusst werden als Organismen, die von stabileren und langlebigeren Ressourcen abhängig sind. Die Daten werden aus Umwelt-VOC und gesamten Insektengemeinschaften sowie aus mehreren experimentell exponierten ephemeren Ressourcen unterschiedlicher Langlebigkeit (Dung, Aas, zwei Arten von Pilzen und Totholz) gewonnen. Für Letzteres werden wir in Zusammenarbeit mit einem anderen Projekt die Besiedlung durch Insektengemeinschaften und die Veränderung der flüchtigen Zusammensetzung verfolgen, um die Rolle flüchtiger Stoffe bei den Priority-Effects von Totholzgemeinschaften zu testen. Insgesamt wird das Projekt das Konzept eines unsichtbaren Gradienten der Lebensraumheterogenität weiterentwickeln, dessen Beeinflussung durch unsere experimentellen Behandlungen in BETA-FOR, insbesondere durch Totholz, bereits bestätigt wurde.
DFG-Verfahren Forschungsgruppen
 
 

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