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Bewertungsrahmen für digitale öffentliche Gesundheit zur Erzielung von Fortschritten (DigiAfya)

Antragsteller Dr. Felix Holl
Fachliche Zuordnung Public Health, Gesundheitsbezogene Versorgungsforschung, Sozial- und Arbeitsmedizin
Medizininformatik und medizinische Bioinformatik
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 578700504
 
Das Projekt DigiAfya befasst sich mit dem Mangel an geeigneten Ansätzen zur Bewertung digitaler Public-Health-Interventionen (DPHIs) in ressourcenarmen Umgebungen (LRSs). Obwohl digitale Lösungen zunehmend zur Bewältigung von Herausforderungen im Public Health Bereich eingesetzt werden, bleiben viele in der Pilotphase stecken, ohne eine nachhaltige Skalierung oder Integration zu erreichen – ein Phänomen, das als „Pilotitis“ bekannt. Ein Grund dafür ist: Die meisten bestehenden Bewertungsframeworks wurden für einkommensstarke Umgebungen entwickelt und berücksichtigen die Einschränkungen von LRS, wie begrenzte Infrastruktur, digitale Kompetenz, politische Lücken und kulturelle Faktoren, nicht. Um diese Lücke zu schließen, wird DigiAfya das bestehende Framework für DPHIs „DigiPHrame“ für den Einsatz in LRS anpassen und validieren. DigiPHrame ist das einzige öffentlich zugängliche frei zugängliche Tool, das speziell für digitale öffentliche Gesundheit entwickelt wurde und bereits ethische, wirtschaftliche und interoperabilitätsbezogene Aspekte berücksichtigt, jedoch noch nicht in verschiedenen Kontexten validiert oder getestet wurde. Das Projekt verfolgt vier Hauptziele: 1. Anpassung des Frameworks: In Zusammenarbeit mit lokalen Interessengruppen und Experten wird DigiPHrame modifiziert, um den Bedürfnissen und Realitäten der Gesundheitssysteme in LRS gerecht zu werden. 2. Validierung von Fallstudien: Das angepasste Framework wird auf sechs reale Post-Pilot-Interventionen in Tansania, Ruanda und Südafrika angewendet, darunter Initiativen in der Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention. Diese Fallstudien liefern Erkenntnisse zur praktischen Anwendbarkeit. 3. Verfeinerung und Verallgemeinerung: Die Erkenntnisse aus den Fallstudien fließen in einen robusten, flexiblen Bewertungsframework, der für DPHIs zur Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention in LRS genutzt werden kann. 4. Verbreitung und Kapazitätsaufbau: Die Ergebnisse werden durch Veröffentlichungen, Workshops und Kooperationen mit Regierungen, NGOs und öffentlichen Gesundheitseinrichtungen verbreitet. Ziel ist die Integration des Frameworks in nationale und regionale digitale Gesundheitsstrategien zu erleichtern und sowie Kapazitäten für seine Verwendung in künftigen digitalen Initiativen aufzubauen. DigiAfya wird Entscheidungsträgern wie Gesundheitsbeamten, Programmmanagern und Geberorganisationen ein praktisches, evidenzbasiertes Instrument an die Hand geben, mit dem sie die Wirksamkeit, Skalierbarkeit und Nachhaltigkeit von DPHIs nach der Pilotphase in LRS bewerten können. Dies führt zu besseren Planungs- und Finanzierungsentscheidungen und unterstützt die Integration vielversprechender digitaler Lösungen in Gesundheitssysteme, um die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern. Letztlich trägt DigiAfya dazu bei, gesundheitliche Ungleichheiten zu verringern und die öffentlichen Gesundheitssysteme in LRS zu stärken, indem es die verantwortungsvolle und nachhaltige Nutzung von DPHIs fördert.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
Internationaler Bezug Ruanda, Südafrika, Tansania
ausländ. Mitantragstellerinnen / ausländische Mitantragsteller Professorin Jennifer Chipps, Ph.D.; Professor Dr. Felix Sukums; Célestin Twizere, Ph.D.
 
 

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