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Untersuchung der STING-Inhibition als therapeutischer Ansatz zur Minderung der Neurodegeneration in einem präklinischen Modell der Parkinson-Krankheit
Antragstellerin
Dr. Eva Szego, Ph.D.
Fachliche Zuordnung
Molekulare und zelluläre Neurologie und Neuropathologie
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 578901359
Die Parkinson-Krankheit (PK) ist nach Alzheimer die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung und betrifft Millionen Menschen weltweit. Typische Symptome sind Zittern, Muskelsteifheit und verlangsamte Bewegungen. Im Gehirn zeigt sich die Krankheit durch den fortschreitenden Verlust dopaminerger Nervenzellen und die Ablagerung von fehlgefaltetem Alpha-Synuclein (aSyn). Obwohl die genauen Ursachen nicht vollständig bekannt sind, weisen zahlreiche Studien darauf hin, dass entzündliche Prozesse im Gehirn entscheidend zum Fortschreiten beitragen. Eine zentrale Rolle spielt dabei der STING-Signalweg („Stimulator of Interferon Genes“). Normalerweise wird er bei Zellstress aktiviert, wenn DNA ins Zytoplasma gelangt. Bei PK lösen fehlgefaltete aSyn-Proteine solchen Stress aus und aktivieren STING. Dies führt zu einer Immunantwort der Nervenzellen, die durch Gliazellen verstärkt wird, wodurch eine chronische Entzündung entsteht. Diese verstärkt wiederum die Schädigung von Nervenzellen und treibt einen Teufelskreis aus Proteinablagerung, Zellschaden und Entzündung an. Das Ziel des Projekts ist zu prüfen, ob eine pharmakologische Hemmung von STING diesen Kreislauf durchbrechen und das Fortschreiten von PK verlangsamen kann. Hierzu werden in etablierten Mausmodellen Substanzen getestet, die STING blockieren. Untersucht wird, ob dadurch aSyn-Ablagerungen, Nervenzellverlust und motorische Einschränkungen reduziert werden. Zudem wird geprüft, ob die Hemmung auch in späteren Krankheitsstadien oder bei älteren Tieren wirksam bleibt – eine Situation, die der klinischen Realität von Patientinnen und Patienten entspricht. Mit modernen Methoden wie Transkriptomanalysen und molekularer Kartografie wird zusätzlich untersucht, wie STING-Hemmung die Genaktivität verschiedener Zelltypen beeinflusst. Vorversuche an primären Neuronen zeigen bereits, dass die Hemmung von STING vor aSyn-bedingten Schäden schützt. Dies belegt die Machbarkeit der geplanten Experimente und unterstreicht die therapeutische Relevanz. Insgesamt wird das Projekt neue Einblicke in die Rolle der STING-Signalgebung bei Parkinson liefern und ihr Potenzial als krankheitsmodifizierende Therapie bewerten. Da chronische Entzündung auch andere neurodegenerative Erkrankungen prägt, könnten die Ergebnisse weit über Parkinson hinaus bedeutsam sein.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
