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Modellierung von Abrufabhängigkeiten im episodischen Gedächtnis und darüber hinaus

Fachliche Zuordnung Allgemeine, Kognitive und Mathematische Psychologie
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 580316327
 
Erinnerungen umfassen typischerweise mehrere Informationselemente, die miteinander verknüpft werden müssen, um kohärente Gedächtnisrepräsentationen zu ermöglichen. Solche Bindungsprozesse werden in verschiedenen Forschungsbereichen untersucht, darunter Objektgedächtnis, Arbeitsgedächtnis, Handlungssteuerung, Quellengedächtnis und episodisches Gedächtnis. Ein umfassendes Verständnis dieser Bindungsprozesse erfordert adäquate Messmethoden. Ziel dieses Projekts ist es, einen vielversprechenden Modellierungsansatz zur Messung stochastischer Abrufabhängigkeiten weiterzuentwickeln, der auf der Item-Response-Theorie (IRT) basiert. Dieser Ansatz ermöglicht die Untersuchung von Bindungsprozessen durch die statistische Modellierung von Abrufabhängigkeiten innerhalb und zwischen Item-Gruppen. Das Projekt umfasst Simulationsstudien, empirische Experimente und Softwareentwicklung. Es ist in vier Arbeitspaketen organisiert, die darauf abzielen den Modellierungsansatz zu erweitern, um multifaktorielle Designs zu berücksichtigen, polytome Datenformate zu integrieren, personenbezogene Abhängigkeitsmaße zu ermöglichen und die Schätzung zu verbessern und den Ansatz in einem R-Paket zu implementieren. Die Ergebnisse des Projekts werden die Messung von Bindungsprozessen in einem breiteren Spektrum experimenteller Kontexte ermöglichen, neue Forschungsfragen eröffnen, die Qualität der Messung verbessern und die Anwendung des Modellierungsansatzes erleichtern, wodurch dieser zugänglicher für die breitere Forschungsgemeinschaft wird. Das Projekt wird somit die Forschung zu Bindungsprozessen in verschiedenen Forschungsbereichen erleichtern und darüber hinaus ein Werkzeug zur Verfügung stellen und verbessern, mit dem stochastische Abhängigkeiten innerhalb und zwischen Item-Gruppen untersucht werden können.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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