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Durch Wasserverunreinigungen hervorgerufene nanoskalierte Dynamik von NiFe- und NiCo-basierten Katalysatoren für die Sauerstoffentwicklung unter Bedingungen ähnlich zu Anionenaustauschmembran-Wasserelektrolyseuren
Antragstellerin
Dr. Johanna Schröder
Fachliche Zuordnung
Technische Chemie
Physikalische Chemie von Festkörpern und Oberflächen, Materialcharakterisierung
Physikalische Chemie von Festkörpern und Oberflächen, Materialcharakterisierung
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 581129996
Das Hauptziel des Projekts besteht darin, das Potenzial ternärer Materialien als vielversprechende Katalysatoren für die Sauerstoffentwicklungsreaktion (OER) in verunreinigter Wasserumgebungen für Anionenaustauschmembran-Wasserelektrolyseure (AEMWEs) zu verstehen. Ternäre Strukturen mit deutlichen Unterschieden in den Präkatalysatoreigenschaften (z. B. Hydroxide versus Oxide) werden durch elektrolytische Abscheidung, Co-Ausfällung und Flammensprühpyrolyse hergestellt. Es wird erwartet, dass die maßgeschneiderten ternären Präkatalysatoreigenschaften mit unterschiedlichen Metallverhältnissen zu deutlichen Unterschieden in der Bildungskinetik der aktiven Oxyhydroxid-Spezies (OOH) und der OER-Leistung (in Reinstwasser) führen. Die Verwendung des so genannten Gasdiffusionselektrodenaufbaus (GDE), der realistische AEMWE-ähnliche Bedingungen mit unkomplizierten Hochdurchsatz-Tests in fundamentalen Rotationsscheibenelektrodenaufbauten (RDE) kombiniert, ermöglicht die Anwendung von Testprotokollen sowohl von RDE-Aufbauten als auch von AEMWE-Geräten, wodurch eine Übertragbarkeit von grundlegenden auf AEMWE-ähnliche Testbedingungen und Ergebnisse erreicht wird. Mit der Charakterisierung nach der Elektrokatalyse wird die Korrelation der OER-Leistung mit den Eigenschaften des Präkatalysators und nach elektrokatalytischer Materialtestung ermöglichen. Wenn zusätzlich unterschiedliche Mengen an Trinkwasserverunreinigungen (wie Na+, Ca2+, Mn2+, Cl-, HCO3-, SO42-) hinzugefügt werden, wird erwartet, dass ein Zusammenspiel der verschiedenen Ionen und Ionenkonzentrationen sowie der Eigenschaften des Präkatalysators die Leistung des OER-Katalysators (sowohl Aktivität als auch Langlebigkeit) beeinflusst. Mit Hilfe einer umfassenden Charakterisierung des Katalysators (Oberfläche versus Masse) und der Membran durch die Kombination von Ex-situ- und In-situ/Operando-Techniken, werden die aktiven Zentren der hergestellten Strukturen und ihre Zersetzung in Abhängigkeit der ternären Präkatalysatoreigenschaften aufgedeckt. Dadurch werden Design-Kriterien für OER-Katalysatoren für komplexe Wasserzusammensetzungen für eine dezentrale AEMWE-Anwendung mit reichlich vorhandenen Wasserressourcen identifiziert.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
