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Zielgerichtete Beeinflussung des Interstitiums zur Veränderung des fibrotischen Umbaus im Herzen in vivo

Fachliche Zuordnung Kardiologie, Angiologie
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 564978926
 
Die extrazelluläre Matrix (ECM) wurde ursprünglich vor allem als strukturelle Gewebekomponente betrachtet, die die Mikroumgebung von Zellen definiert, die Form und Festigkeit von Geweben beeinflusst und als Substrat für die Zellmigration dient. In den letzten Jahren ist zunehmend erkannt worden, dass die ECM nicht nur strukturelle, sondern auch zellsteuernde Funktionen übernimmt, indem sie über intakte Proteine oder proteolytisch erzeugte Fragmente (Matrikine) die Kommunikation zwischen Zelltypen vermittelt. Die Rolle der ECM bei der Vermittlung des interstitiellen Remodelings in kardialen Läsionen ist jedoch unzureichend untersucht. In diesem Projekt wollen wir die Funktionen der ECM bei der Vermittlung der Zell-Zell-Kommunikation nach einem Myokardinfarkt untersuchen und dieses Wissen nutzen, um ECM-gerichtete Therapien zu entwickeln, die das infarzierte und inflammatorisch veränderte Interstitium ansteuern und so die kardiale Fibrose und damit die kardiale Funktion modulieren. Dabei fokussieren wir uns auf ECM-Proteasen und -Inhibitoren sowie deren Einfluss auf die Bildung von Matrikinen und deren Effekte auf verschiedene Zelltypen. Wir werden insbesondere die Rolle der ECM-Protease ADAMTS-7 und ihres Zielproteins SVEP1 untersuchen, die beide mit dem Risiko für koronare Herzkrankheit und Myokardinfarkt assoziiert sind, sowie andere ECM-assoziierte Targets, die im Rahmen der FOR identifiziert werden.
DFG-Verfahren Forschungsgruppen
 
 

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