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Spinning-Disk-Konfokalmikroskop
Fachliche Zuordnung
Mikrobiologie, Virologie und Immunologie
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 582654793
Die geplante Anschaffung eines Spinning-Disk-Konfokalmikroskops soll die Möglichkeiten zur zellulären Bildgebung im Kontext der grundlagenorientierten und translationalen Forschung an der Medizinischen Fakultät der erweitern. Das bevorzugte System soll verschiedene technische Komponenten aus Hochdurchsatz, Lebendzell- und hochauflösenden Mikroskopie integrieren und über eine fortschrittliche Analysesoftware verfügen. Diese ermöglicht die automatisierte Erfassung von Zellen und Strukturen, unterstützt durch Machine Learning. Insbesondere die Implementierung des Geräts in ein BSL2-Labor wird einen erheblichen Mehrwert und sinnvolle Komplementierung, der am Campus bereits etablierten Imaging-Methoden bieten. Bestehende Geräte in entsprechenden Laborbereichen erlauben zurzeit nur einen geringen Probendurchsatz bzw. lediglich statische und niedrig aufgelöste Aufnahmen zellulärer Strukturen. Hochauflösende Live-Cell-Mikroskopie ermöglicht die detaillierte Verfolgung von Interaktionen zwischen Wirtszellen und viralen Erregern über einen zeitlichen Verlauf hinweg sowie den gezielten Einsatz viraler Vektorsysteme zur Fluoreszenzmarkierung. Insbesondere können so subtile Veränderungen in einzelnen Zellen erfasst werden, die während einer Infektion auftreten können. Durch die detaillierte Analyse dieser dynamischen Prozesse können nicht nur die Grundlagen der Infektionsbiologie besser verstanden, sondern auch neue und gezieltere therapeutische Ansätze entwickelt werden. Darüber hinaus soll das System für bildbasierte Hochdurchsatz-Screenings genutzt werden und dabei einen hohen Probendurchsatz als auch quantitative Analysen auf Einzelzell-Ebene kombinieren. In erster Linie wird das Gerät Forschern*innen, welche biochemisch und infektionsbiologisch an der Medizinischen Fakultät tätig sind, ermöglichen Pathogen-Wirt Interaktionen zu untersuchen. Durch die Eingliederung des Analysegeräts in das Medical Imaging Center, wird es Forschern*innen der gesamten Medizinischen Fakultät zur Verfügung stehen. Die gemeinsame Nutzung soll weiter den wissenschaftlichen Austausch zwischen verschiedenen Abteilungen und Kliniken der medizinischen und naturwissenschaftlichen Fakultät sowie die Etablierung kollaborativer Projekte auf dem Campus fördern. Derzeit gibt es kein vergleichbares System.
DFG-Verfahren
Forschungsgroßgeräte
Großgeräte
Spinning disc-basiertes Konfokalmikroskop
Gerätegruppe
5090 Spezialmikroskope
Antragstellende Institution
Ruhr-Universität Bochum
Leiter
Professor Dr. Eike Steinmann
