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Die Rolle der Glymphatischen Clearance und ihrer pharmakologischen Modulation in einem Mausmodell der Parkinson-Krankheit
Antragsteller
Dr. Dennis-Dominik Rosmus
Fachliche Zuordnung
Molekulare und zelluläre Neurologie und Neuropathologie
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 582799487
Die Parkinson-Krankheit (PD) ist eine fortschreitende, neurodegenerative Erkrankung, welche sich nicht nur durch motorische Symptome, sondern bereits im Prodromalstadium u.a. durch ausgeprägte Schlafstörungen manifestiert. Aktuelle Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass diese frühen Veränderungen eng mit einer Störung des glymphatisch-lymphatischen Systems, einem hirnweiten Reinigungssystem, dessen Funktion maßgeblich vom Schlaf und der noradrenergen Aktivität des Locus coeruleus (LC) gesteuert wird, in Zusammenhang stehen könnten. Da LC-Neurone zu den frühesten, degenerierenden Zellpopulationen in PD-Patienten gehören, könnte eine gestörte LC-Signalgebung die glymphatische Clearance bereits in einem sehr frühen Krankheitsstadium beeinträchtigen. Ziel dieses Projekts ist es daher, das Zusammenspiel von Schlafstörungen, LC-Beeinträchtigung und glymphatischer Dysfunktion in einem frühen Stadium der α-Synuklein-Pathologie zu untersuchen. Hierzu werden wir ein etabliertes, α-Synukleinfibrillen-basiertes PD-Mausmodell nutzen, welches prodromale Aspekte der Erkrankung nachbildet. Auf experimenteller Ebene werden wir moderne in-vivo-Bildgebung, detaillierte Schlafanalysen und die pharmakologische Modulation der noradrenergen Signalwege utilisieren, um die Interaktion zwischen diesen Faktoren in einem frühen PD-Stadium untersuchen zu können. Ein zentraler Fokus wird hierbei auf dem Vergleich der glymphatischen Funktion in wachen und anästhesierten Tieren liegen, da hierdurch im Rahmen der pharmakologischen LC-Suppression LC-abhängige von LC-unabhängigen Mechanismen differenziert werden können. Abschließend prüfen wir, ob die Verbesserung der glymphatischen Clearance durch Dexmedetomidin, einem ä-klinisch etablierten α2-Adrenorezeptoragonisten, die α-Synuklein-Pathologie, neuroinflammatorische Veränderungen und Schlafstörungen positiv beeinflussen kann. Zusammenfassend soll dieses Projekt neue grundlegende Einblicke in LC-bedingte Störungen des glymphatisch-lymphatischen Systems bei PD liefern und dadurch neue, verlaufsmodifzierende Therapiestrategien identifizieren, von welchen Patienten im klinischen Alltag in der Zukunft profitieren könnten.
DFG-Verfahren
Stipendium
Internationaler Bezug
Dänemark
Gastgeberin
Dr. Maiken Nedergaard
