Detailseite
Das öffentliche Bild der Universität - Die deutsche Teilstudie von PuRe SC: Public Reception of Science Communication
Antragsteller
Professor Dr. Frank Marcinkowski
Fachliche Zuordnung
Publizistik und Kommunikationswissenschaft
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 583143235
Das Vorhaben ist Teil eines internationalen Kooperationsprojektes. Es untersucht die Nutzung, Rezeption und Wirkung von Kanälen und Formaten öffentlicher Kommunikation über Wissenschaft und Forschung. Das besondere Augenmerk gilt der relativen Bedeutung von Kommunikationsaktivitäten der Universitäten und Hochschulen für den Kontakt der Bevölkerung mit Informationen über wissenschaftliche Forschung und deren Ergebnisse. Im Hinblick auf die Nutzung interessiert vor allem, welche Bevölkerungs- und Zielgruppen von (universitärer) Wissenschaftskommunikation erreicht werden und welche nicht. In der Rezeptionsdimension geht es um die Wahrnehmung, Verarbeitung und Bewertung (universitärer) Kommunikation über Wissenschaft und Forschung. Die Wirkungsfrage zielt auf die mentalen Repräsentationen von Hochschulen und Wissenschaft, die in der Bevölkerung verbreitet sind (das titelgebende „Bild der Universität“). Dabei wird untersucht, welche relative Bedeutung einzelne Quellen öffentlicher Wissenschaftskommunikation – Hochschulen, Medien und Journalismus, Social Media, digitale Plattformen, staatliche Einrichtungen und Forschungsorganisationen – für die Ausprägung dieser Vorstellungen haben. Die Untersuchung findet in vier Ländern des Europäischen Hochschulraums statt: Deutschland, Großbritannien, Portugal und Italien. Diese Länder weisen sowohl institutionelle Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede in Detailfragen auf. Durch die Zusammenarbeit mit Partnern in den USA und Taiwan werden zudem Quervergleiche mit den wichtigen Hochschulregionen Nordamerika und Asien möglich. Die Forschungsgruppe verfolgt einen Mixed-Methods-Ansatz, der eine standardisierte Bevölkerungsumfrage mit Fokusgruppen-Gesprächen kombiniert. Auf diese Weise lassen sich quantitative Reichweite und vertiefte Einsichten in die Vorstellungswelt einzelner Zielgruppen miteinander verbinden. Das Projekt schließt eine zentrale Lücke in der bisherigen Forschung: Während die Angebotsseite universitärer Kommunikation bereits intensiv untersucht wurde, blieb die Perspektive des Publikums weitgehend unerforscht. Mit der Studie wird ein Beitrag zum besseren Verständnis der Rolle von universitärer Wissenschaftskommunikation für das 'Public Engagement' geleistet. Das Gesamtprojekt ist auf drei Jahre angelegt (2026-2028). Die beantragte Förderung durch die DFG soll die personelle Ausstattung der deutschen Teilstudie in den Jahren zwei und drei sicherstellen.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
Internationaler Bezug
Großbritannien, Italien, Portugal
Kooperationspartnerinnen / Kooperationspartner
Professor Dr. Martin W. Bauer; Professorin Marta Entradas, Ph.D.; Giuseppe Pellegrini, Ph.D.
