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Aortenklappenstenose in der Akut- und Notfallmedizin: Inzidenz, klinischer Verlauf und Outcome interventioneller Therapiestrategien, inklusive Entwicklung eines prognostischen Screeningtools

Antragsteller Dr. Florian Genske
Fachliche Zuordnung Kardiologie, Angiologie
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 584137899
 
Bis heute gibt es keine definitiven klinischen Prädiktoren für die Aortenklappenstenose (AKS). Bei Patienten mit kardiopulmonalen Symptomen kann durch eine Kombination von klinischen und laborchemischen Erkenntnissen, eine vorher unerkannte AKS zuverlässig diagnostiziert werden – ohne Echokardiographie. Für Patienten, die sich auf Grund einer akut dekompensierten AKS im kardiogenen Schock befinden, anhand unterschiedlicher klinischer und hämodynamischer Parameter eine spezifische Prognose bezüglich des kurz- und langfristigen Outcomes abgegeben werden, und eine klare Empfehlung bzgl. der besten Behandlungsstrategie erstellt werden. Die Ziele dieses Projekts sind die folgenden: • die Epidemiologie der AKS in einer Population von Individuen zu beschreiben, • ein standardisiertes diagnostisches Procedere für diese Patienten zu beschreiben – mit Fokus auf ihrem medizinischen Allgemeinzustand, Echokardiographie- und Elektrokardiogramm-Befunden, • klinische Muster zu identifizieren, die mit AKS vergesellschaftet sind, um Prädiktoren für Aortenklappenstenosen aus Routinebefunden zu identifizieren, • dadurch ein Screening-Tool für die Erkrankung der AKS in Notaufnahmen zu erarbeiten, und • Indikatoren zu identifizieren, die einen Erkrankungsprogress in asymptomatischen Patienten oder in Patienten mit mittelgradiger AKS vorhersagen. Der Fokus soll auf Patienten liegen, die sich in der Notaufnahme des Södersjukhuset Krankenhaus in Stockholm, Schweden vorgestellt haben. Zusätzliche Patientendaten werden von den umliegenden Krankenhäusern in Stockholm erhoben. Weiterhin ist eine Analyse der Daten aus dem SWENTRY Register (SWEdish traNscatheter cardiac intervention registry) geplant. Als Fortsetzung des Projekts planen wir eine Analyse von Patienten, die sich im akuten kardiogenen Schock, verursacht durch eine hochgradige, dekompensierte AKS im Södersjukhuset Krankenhaus vorstellten. Zusätzlich wird auch hier das SWENTRY Register zur Datenakquise herangezogen. Durch eine Power-Kalkulation konnte die für eine statistisch relevante Aussage notwendige Patientenzahl von 210 Patienten errechnet werden. Sollte diese Zahl über die o.g. Quellen nicht erreicht werden können, wird die Analyse auf die umliegenden Krankenhäuser in der Region Stockholm erweitert. Die Ziele dieser zusätzlichen Analyse sind die folgenden: • die Epidemiologie der AKS in einer Population von Patienten, die sich im akuten kardiogenen Schock, verursacht durch eine dekompensierte AKS befinden zu beschreiben, • den zeitlichen Verlauf der Erkrankung von Patienten mit dekompensierter AKS im akuten kardiogenen Schock zu analysieren, • die Behandlungseffektivität der unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten in Hinblick auf den prozeduralen Erfolg, die 30-Tages Mortalität und MACCE zu analysieren, • klinische und diagnostische Befunde in dieser Population zu erheben, inklusive der invasiv gemessenen Hämodynamik, und • die Prognose der Patienten mit AKS im kardiogenen Schock zu beschreiben.
DFG-Verfahren Stipendium
Internationaler Bezug Schweden
 
 

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