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Single-source-Röntgendiffraktometer für Einkristalle
Fachliche Zuordnung
Molekülchemie
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 586098998
Die Einkristall-Strukturanalyse kann die dreidimensionale Struktur von Molekülen im Einkristall aufklären und ist damit für die meisten molekular chemisch arbeitenden Forscher unerlässlich. In den letzten Jahren haben die beiden Hauptkomponenten von Diffraktometern, Detektoren und Röntgenquellen, enorme Fortschritte erfahren, wodurch deutlich kleinere und schwächer streuende Kristalle als bisher vermessen werden können. Zudem bedeutet dies für größere/"bessere" Kristalle, Ergebnisse innerhalb von Stunden statt Tagen zu erhalten, was zu einer deutlich besseren Performance führt. An der Universität Bielefeld gibt es zahlreiche international konkurrenzfähige Arbeitsgruppen, die auf gute technische Ausstattung angewiesen sind. Mit fünf Röntgen-Diffraktometern für Einkristalle war die Universität Bielefeld bis vor einiger Zeit auch sehr gut aufgestellt, die Geräte sind jedoch allesamt älter als zwölf Jahre; zwei von ihnen sind mittlerweile komplett ausgefallen. Zudem ist ein stetig steigender Reparaturaufwand zu verzeichnen und es drohen jederzeit weitere Totalausfälle. In einem Antragspaket werden zwei neue Vierkreis-Diffraktometer auf dem heutigen Stand der Technik mit Mikrofokus-Röntgenröhren und Hybrid-Pixel-Detektoren beantragt, die sowohl die Bedarfe des Routinebetriebs als auch zeitaufwändige Spezial-Messungen abdecken müssen. Die beiden Geräte bilden die Basis der neu zu schaffenden Röntgendiffraktometer-Infrastrukturplattform der Universität Bielefeld, die sämtliche Einkristallstrukturanalysen der Universität Bielefeld bearbeiten wird. Die kooperative Nutzung erzeugt vielfältige Synergien, z. B im Bereich Probendurchsatz (optimale Nutzung der Messkapazitäten durch Abstimmung sämtlicher Messungen), Nachhaltigkeit (Betrieb von zwei Geräten mit Mikrofokusquellen anstelle von fünf Geräten, teilweise noch mit klassischen Röntgenröhren betrieben), Wartung (Geräte nur eines Herstellers), Personal (redundante Betreuung und Kenntnisse der Geräte) und Qualität der Messungen (Auswahl des passenden Geräts für die jeweilige Probe).
DFG-Verfahren
Forschungsgroßgeräte
Großgeräte
Single-source-Röntgendiffraktometer für Einkristalle
Gerätegruppe
4010 Einkristall-Diffraktometer
Antragstellende Institution
Universität Bielefeld
