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SFB 854:  Molekulare Organisation der zellulären Kommunikation im Immunsystem

Fachliche Zuordnung Medizin
Förderung Förderung von 2010 bis 2021
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 97850925
 
Erstellungsjahr 2022

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Innerhalb der 12,5-jährigen Förderung durch die DFG war es das vorrangige Ziel des Sonderforschungsbereichs 854 „Molekulare Organisation der zellulären Kommunikation im Immunsystem“, zentrale Prozesse der intra- und interzellulären Kommunikation im Immunsystem unter Zuhilfenahme modernster biochemischer, zellbiologischer und molekulargenetischer Methoden zu entschlüsseln. In das Forschungsprogramm des SFB854 flossen auch Erkenntnisse aus der lokal etablierten Disziplin „Molekulare Neurobiologie“ und, insbesondere im Rahmen der ersten Förderperiode, auch der Systembiologie ein. Von den gewonnenen Ergebnissen erwartete der SFB854 ein tieferes Verständnis der molekularen Regulationsmechanismen, die physiologischen und pathophysiologischen Prozessen innerhalb des Immunsystems zu Grunde liegen. Neben den wissenschaftlichen Erkenntnissen wurden von der Einrichtung des SFB854 auch wesentliche Impulse für die Weiterentwicklung der Forschungslandschaft in Magdeburg und Sachsen-Anhalt erwartet. In Bezug auf den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn konnte der SFB854 in allen drei Förderperioden die vom SFB-Vorstand gesetzten Ziele erreichen. Darüber hinaus konnte der SFB854 entscheidende Impulse im Bereich der lokalen und regionalen Strukturbildung setzen. So hat der SFB854 mit der Gründung des „Gesundheitscampus Immunologie, Infektiologie und Inflammation (GC-I3)“ im Jahr 2014, dem „Institut für Inflammation und Neurodegeneration (IIN)“ im Jahr 2016, der Etablierung des Masterstudiengangs „Immunologie“ im Jahr 2017, der Imaging Core Facility „Multiparametric Bioimaging and Cytometry (MPBIC)“ im Jahr 2018 und der Gründung des fakultätsübergreifenden Forschungszentrums „Center for Health and Medical Prevention (CHaMP)“ im Jahr 2021 eine erhebliche strukturbildende Wirkung innerhalb der Universitätsmedizin und darüber hinaus in der OVGU und auch auf Landesebene in Sachsen-Anhalt entfaltet. Des Weiteren konnten am Institut für Molekulare und Klinische Immunologie (IMKI) die W2-Professuren „Intravitale Bildgebung/Experimentelle Immundynamik“ und „Immunregulation“ etabliert und diese insbesondere in der zweiten und dritten Förderperiode zu wichtigen Stützen des SFB854 entwickelt werden. Gleiches gilt bereits jetzt für die kürzlich eingerichtete W1-Professur „Immunmetabolismus“ (Tenure Track auf W2). Diese wissenschaftlichen und strukturbildenden Erfolge der letzten 18,5 Jahre (6 Jahre Forschergruppe 521 und 12,5 Jahre SFB854) bilden für die Medizinische Fakultät der OVGU wie auch für weitere, eng assoziierte Fakultäten und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen die Grundlage, eine tragfähige Zukunftsstrategie für den Forschungsschwerpunkt „Immunologie und Molekulare Medizin der Entzündung“ und im „Center for Health and Medical Prevention (CHaMP)“ zu entwickeln. Diese orientiert sich sowohl an der sich immer dynamischer entwickelnden Forschung im klinisch-translationalen Bereich als auch an den aktuellen Entwicklungen in der Neuen Ärztlichen Approbationsordnung. Erste Schritte in diese Richtung wurden in der jüngsten Vergangenheit mit der erfolgreichen Wiederbesetzung der W3-Professuren für „Gastroenterologie“, „Hämatologie und Onkologie“, sowie „Pädiatrie“ getätigt und bedeuten hier auch einen profunden Generationswechsel innerhalb des Standorts. Gleichermaßen muss dies in den kommenden zwei Jahren für die strategische Weiterentwicklung der W3-Professur für „Molekulare und Klinische Immunologie“ (Sprecherfunktion während der 12,5-jährigen Förderperiode des SFB854, Sprecherfunktion in der dem SFB vorangegangenen FOR521 und Projekt B19), sowie der W3-Professuren für „Biochemie und Zellbiologie“ (TP10), "Experimentelle Innere Medizin" und „Pathologie“ erfolgen, um die von der DFG und dem Land investierte Förderung auch perspektivisch und im Hinblick auf die erfolgreiche Einwerbung neuer Forschungsverbünde zu festigen.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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