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SFB 665:  Entwicklungsstörungen im Nervensystem

Fachliche Zuordnung Medizin
Förderung Förderung von 2005 bis 2017
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 12959370
 
Fortschritte in der Genetik und der Molekularbiologie in den letzten zwei Jahrzehnten haben es ermöglicht, Moleküle zu analysieren, die die Entwicklung des zentralen Nervensystems steuern, sowie genetische Veränderungen zu identifizieren, die zu einer Störung dieses Prozesses führen. Die Mechanismen bzw. Moleküle, die neuronale Schaltungen bilden und aufrechterhalten, sind jedoch nicht völlig verstanden.
Die Herausforderung für Grund- und klinische Neurowissenschaftler wird von folgenden Fragen umrahmt: Wie können wir genetische, zelluläre und biochemische Daten am besten integrieren, um Gene und deren Funktionen auf einer mechanistischen Ebene zu verstehen? Wie kann unser Verständnis von Entwicklungsstörungen bei Patienten von dem Wissen über molekulare Mechanismen profitieren, welches durch Tiermodelle gewonnen wurde? Wie kann unser Wissen von bei Menschen beobachteten Phänotypen, bei denen ein höherer Grad an Komplexität angegangen werden kann, zur Analyse von Genfunktion bei Tieren beitragen?Wir stellen uns diesen Herausforderungen, in dem wir Wissenschaftler bzw. Kliniker zusammenbringen, die genetische Analysen bei Tiermodellen durchführen, um die Entwicklung des Nervensystems zu erforschen, die Funktionen des Nervensystems auf zellulären, biochemischen oder physiologischen Ebenen festzustellen und die genetischen Ursachen von Entwicklungsstörungen bei Patienten zu identifizieren.
Unsere Initiative ist nach zwei grundsätzlichen Themen in der heutigen Entwicklungsneurowissenschaft organisiert: die Mechanismen, die der Musterbildung und Zellspezifizierung zugrunde liegen (Projektbereich A), und die Schichtenbildung und Verschaltung (Projektbereich B). Diese Forschungsstränge zusammenzubündeln, ermöglicht es den Mitgliedern des Sonderforschungsbereichs auf kurze Sicht, vom Know-how und den Methoden der anderen Fachrichtungen bei der Analyse von Genfunktionen zu profitieren. Langfristig hoffen wir, ein besseres Verständnis der Kausalzusammenhänge zwischen Mutation und neurologischen Phänotypen zu gewinnen und dabei eine Basis für zukünftige Verbesserungen therapeutischer Strategien zu schaffen.
DFG-Verfahren Sonderforschungsbereiche

Abgeschlossene Projekte

Antragstellende Institution Gemeinsam FU Berlin und HU Berlin durch:
Charité - Universitätsmedizin Berlin
 
 

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