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Geoarchäologische Rekonstruktion der jungholozänen Landschaftsgeschichte an der Algarve (Südportugal)

Fachliche Zuordnung Physische Geographie
Förderung Förderung von 2006 bis 2011
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 15273496
 
Im Rahmen des beantragten Projekts sollen mit einem geoarchäologischen Ansatz verlandete Lagunen bzw. Ästuarmündungen an der Südküste Portugals als Archive für die Rekonstruktion anthropogener und klimatischer Einflüsse auf die Küstenentwicklung seit dem Neolithikum er-schlossen werden. Ausgehend von den Ergebnissen vorausgegangener geomorphologischer Studien (2 Diplomarbeiten) zur Rekonstruktion der holozänen Umweltbedingungen im Umfeld der römischen Hafensiedlung ¿Cerro da Vila¿ (Vilamoura, Algarve) soll in weiteren Untersuchungen neben dem Einfluss des postglazialen Meeresspiegelanstiegs verstärkt auf Einflüsse aus dem Einzugsgebiet (Landnutzung, Trockenperioden, etc.) fokussiert werden. Dabei bietet das Potenzial von Lagunen und Ästuaren als hochauflösendes Archiv für klimatische Signale und anthropogen induzierte Sedimenteinträge optimale Voraussetzungen, um die Bedeutung dieser Faktoren für die Küstenentwicklung zu erfassen. Durch einen Vergleich der Genese verschiedener Archive sollen überregional wirksame Effekte (Klima, Meeresspiegelanstieg) von lokalen Einflüssen auf Einzugsgebietsebene (Landnutzung) unterschieden werden. Damit leisten die geplanten interdisziplinären Untersuchungen einen wichtigen Beitrag zur Analyse der längerfristigen Küstenentwicklung und zum anthropogenen Landschaftswandel im Gebiet Südportugals.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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