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Entschulte Evaluation. Universitäten und Freie Schulen zwischen Differenzierungsanforderung und institutionalisierten Kontrasten

Fachliche Zuordnung Soziologische Theorie
Förderung Förderung von 2013 bis 2020
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 222346160
 
Verschiedene gesellschaftliche Institutionen sorgen für dauerhafte Kategorisierungen der Gesellschaftsmitglieder. In modernen Gesellschaften fällt dabei der Institution Schule eine besonders herausgehobene Position zu. Hier setzt das Projekt an: Am Beispiel der schulischen Bewertungspraxis wird die Herstellung guter/schlechter, begabter/nicht-begabter Schüler untersucht. Die schulische Klassifikation gilt dabei als zuverlässige und institutionell verankerte Form, Individuen durch Markierung zu entmischen und damit Zugänge zu schulischen und professionellen Laufbahnen zu steuern. Zentral für diese Differenzierungspraxis sind erstens kontingente Lehrerurteile, die – aggregiert in Zensuren – die ‚Leistung‘ zugleich beschreiben und zuschreiben. Zweitens werden diese von Lehrpersonen vorgenommenen Klassifikationen durch institutionelle Verfahren der Schule objektiviert. Das Forschungsprojekt untersucht die schulische Klassifikation als ein soziales Drama, in dem ‚Leistung‘ und ihre Bewertung aufgeführt und dargestellt, angeeignet und unterlaufen, gespeichert und berechnet werden. Empirisch untersucht das Forschungsprojekt an Grundschulen und Gymnasien die schulische Bewertung als hierarchisierende Markierung von Personen, die institutionelle Differenzverstärkung sowie die Rechtfertigung und Aneignung der Klassifikation.
DFG-Verfahren Forschungsgruppen
 
 

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