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Wertorientierungen und Kooperation: Eine Untersuchung des Werte-Verhaltens-Zusammenhangs

Fachliche Zuordnung Politikwissenschaft
Empirische Sozialforschung
Soziologische Theorie
Wirtschaftstheorie
Förderung Förderung von 2012 bis 2017
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 230824795
 
Das beantragte Projekt ist der deutsche Teil der 6. Erhebungswelle des World Values Survey (WVS). Der WVS untersucht länderübergreifende und innergesellschaftliche Differenzierungslinien in sozialen, ökonomischen und politischen Wertorientierungen sowie den Wandel in diesen Orientierungen weltweit. Aus den bisher fünf Erhebungen des WVS liegen Befragungsdaten zu annähernd einhundert Ländern vor - einer der Gründe, warum der WVS das meistgenutzte und -zitierte unter den international vergleichenden Umfrageprojekten ist. Unter der Maßgabe gesellschaftlicher Dauerbeobachtung dient dieser Antrag der Fortschreibung der WVS-Befragungen in Deutschland, wobei an die Erkenntnisse der 5. Befragungswelle angeknüpft werden soll. Neben der Weiterführung dieser bedeutenden Zeitreihenuntersuchung setzt die 6. Befragungswelle in Deutschland einen neuen Schwerpunkt auf den Zusammenhang zwischen Wertorientierungen und kooperativem Verhalten. Freiwillige Kooperation ist ein Schlüsselaspekt für das Funktionieren individualisierter moderner Gesellschaften und verschiedene Theorien legen nahe, dass Werte kooperatives Verhalten prägen. Indes wurde der Zusammenhang zwischen Werten und Kooperation nur selten untersucht. Aus diesem Grund werden die Teilnehmer der 6. WVS-Welle zu einem Kooperationsspiel eingeladen, welches in der Verhaltensökonomie entwickelt und überprüft wurde. Hierbei soll herausgefunden werden, wie bestimmte Werte, die in Deutschland und anderen postindustriellen Gesellschaften an Bedeutung gewinnen, sich auf kooperatives Verhalten auswirken und welche Bedingungen den vermuteten Werte-Verhaltens-Zusammenhang beeinflussen.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
Internationaler Bezug Schweiz
Beteiligte Person Professor Dr. Christian Thöni
 
 

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