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GRK 790:  Elektron-Elektron Wechselwirkung in Festkörpern

Fachliche Zuordnung Physik der kondensierten Materie
Förderung Förderung von 2002 bis 2011
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 273463
 
Zentrales Forschungsziel unseres Europäischen Graduiertenkollegs ist ein tieferes Verständnis der Elektron-Elektron-Wechselwirkung in Festkörpern. Die Wechselwirkung der Elektronen zeigt sich in vielen physikalischen Eigenschaften. Beispiele hierfür sind: Supraleitung, Magnetismus, Metall-Isolator-Übergänge, die durch Unordnung und/oder Wechselwirkung induziert werden, und die anomalen Transport- und Relaxationseigenschaften in dimensionsreduzierten Materialien. Die Wissenschaftler der in Marburg und Budapest beteiligten Institutionen verfügen über jahrelange Erfahrung auf dem Gebiet der elektronischen Vielteilchen-Wechselwirkung in Festkörpern, einem Feld, das derzeit weltweit intensiv erforscht wird.
Mit Hilfe verschiedener experimenteller, analytischer und numerischer Methoden studieren die Doktorandinnen und Doktoranden in unseren Forschungsgruppen die Transporteigenschaften von quasi-eindimensionalen Bechgaard-Salzen und von Oligomeren und Polymeren, sie analysieren die Diffusion von Adsorbaten auf Oberflächen und betrachten magnetische Verunreinigungen in Halbleitern und Metallen sowie magnetische Halbleiterstrukturen. Weitere Themen ihrer Dissertationen sind Vielteilchen-Wechselwirkungen in geordneten und ungeordneten Halbleiterstrukturen und die inkohärente Relaxation miteinander wechselwirkender optischer Anregungen in Halbleitern.
Ziele unseres Lehrprogramms sind die Vermittlung breiter Grundlagen experimenteller und theoretischer Methoden, ein verstärkter Austausch von Lernenden und Lehrenden und die Schulung organisatorischer Fähigkeiten.
Eine tiefgreifende Untersuchung der Elektron-Elektron-Wechselwirkung in Festkörpern erfordert eine ganze Reihe von experimentellen und theoretischen Werkzeugen, die wir in der Ringvorlesung und in Spezialvorlesungen vermitteln. Das Vorlesungsprogramm ist eng zwischen den teilnehmenden Instituten abgestimmt, um den für die Stipendiaten verpflichtenden sechsmonatigen Austausch zwischen Marburg und Budapest zu erleichtern. Der Austausch von Lernenden und Lehrenden erlaubt es den Doktorandinnen und Doktoranden, den breiten Erfahrungsschatz und die Kompetenzen an beiden Orten zu nutzen.
DFG-Verfahren Internationale Graduiertenkollegs
Internationaler Bezug Ungarn
Antragstellende Institution Philipps-Universität Marburg
Sprecher (IGK-Partner) Professor Dr. Attila Virosztek
 
 

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