Detailseite
Projekt Druckansicht

Sakrale Zentren und religiöse Gemeinschaften: Verortung, theologische Legitimation und Bezüge zu politischer Macht

Fachliche Zuordnung Asienbezogene Wissenschaften
Förderung Förderung von 1999 bis 2008
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5183094
 
Nachdem die erste Projektphase bestätigt hat, dass religiöse Zentren in regionale und über-regionale Netzwerke eingebunden sind und dass sich religiöse und regionale Identitäten ganz wesentlich in Abhängigkeit von solchen Vernetzungen konstituieren, steht im Zentrum der 2. Projektphase die exemplarische Untersuchung ausgewählter Netzwerke. Untersucht wird die über ,ideelle Verwandtschaften', ,autoritative Lehre', 'legitimierte Transmissionsstränge', ,Klientelverhältnisse', 'Wanderung' und ,rituell bestätigte Schutzfunktion' konstituierte Vernetzung religiöser Zentren untereinander und ihre Anbindung an Träger politischer und wirtschaftlicher Macht sowie die interne Hierarchie dieser Zentren. Diese Zielsetzung wird auf drei Ebenen verfolgt: 1. Netzwerke und Hierarchien brahmanisch-fürstlicher Tempel gleicher und verschiedener Religionszugehörigkeit in einer ausgewählten Region (v. Stietencron). 2. Vernetzung begrenzt auf einen Traditionsstrang (Sektenbildung) mit Beachtung der Kriterien für Kohärenz, Differenz und Autorität (Dr. Malinar). 3. Netzwerke hinduisierter Göttinnen tribalen Ursprungs durch "Familienspaltung" (der Priesterschaft), 'Wanderung' (mit dem Stamm) oder ,Verpflanzung' (durch den Fürst) und ihre Beziehung zu herrscherlichem Ritual (das heute z.T. durch den Collector oder Landtagsabgeordneten fortgeführt wird) (Dr. Mallebrein). 4. Die Arbeit an der Veröffentlichung von Ritualtexten, die der Stabilisierung religiöser Macht in ,contested centers' dienen, wird fortgesetzt (Prof. Tripathi).
DFG-Verfahren Schwerpunktprogramme
 
 

Zusatzinformationen

Textvergrößerung und Kontrastanpassung