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Öffentlicher Wohnungsbau und Stadtentwicklung in Singapur

Fachliche Zuordnung Humangeographie
Förderung Förderung von 1999 bis 2005
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5204780
 
Der öffentliche Wohnungsbau gilt im Hinblick auf die Integration der multi-ethnischen Bevölkerung des Stadtstaates als eine der "Säulen der Nation". Über ein ausgeklügeltes System der Alterssicherung macht er fast 90 Prozent der Einwohner zu Quasi-Eigentümern. Im Rahmen des Forschungsvorhabens interessieren auf der Mikroebene der Grad der Ausgewogenheit und vor allem der Akzeptanz eines von der Regierung Singapurs bewußt favorisierten sozialen und ethnischen Bevölkerungsmixes. Die Strategie Singapurs soll vor dem Hintergrund der über den Stadtstaat hinaus neuerdings häufiger gestellten Frage bewertet werden, ob nicht "Segration" unter bestimmten Voraussetzungen eine (bessere?) Alternative sei. Die Diskussion um die Vor- und Nachteile von ausgewogener "Mischung" und "Segregation" im Mikrobereich erfordert die Verknüpfung mit der Makroebene. Für das Selbstverständnis des "developmental state" Singapur hat der öffentliche Wohnungsbau im Zeichen des "nation building" zentrale Bedeutung. Prioritäten auf der Makroebene gilt es mit den Verhaltensweisen auf der Mikroebene rückzukoppeln. Auf der Basis eines kritisch-hermeneutischen Wissenschaftsverständnisses orientiert sich das Forschungsvorhaben an entscheidungs- und handlungstheoretischen Ansätzen unter besonderer Berücksichtigung des ethnisch-kulturellen Ansatzes.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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