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Kontrolle und Steuerung von Multiagentensystemen in integrierten betrieblichen Standardumgebungen am Beispiel der Werkstattsteuerung

Fachliche Zuordnung Accounting und Finance
Förderung Förderung von 2004 bis 2007
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5429462
 
In den ersten zwei SPP-Phasen konnte im Vorgängerprojekt KRASH der Nachweis erbracht werden, dass der Einsatz von MAS in der Fertigung dann Vorteile verspricht, wenn das Planungsproblem durch eine hohe Komplexität gekennzeichnet ist, d.h. wenn der Problemraum und der erreichbare Lösungsraum gleichermaßen umfangreich sind. Zugleich wurden Lösungen für die technische Robustheit von MAS entwickelt und diese als Mehrwert in standardisierte Plattformen eingebracht. Damit sind nun wesentliche Voraussetzungen gegeben, MAS in die industrielle Praxis einzuführen. Als Anwendungsdomäne wird dabei die Werkstattebene betrachtet, die obige Eigenschaften aufweist. Die einzuführenden MAS treffen dort auf eine bestehende System- und Organisationslandschaft, wodurch sich zwei neue Problemfelder eröffnen. Erstens ist die erforderliche technische Integration von MAS in bestehende Systemlandschaften ein offenes Problem. Hierfür ist eine geeignete Systemarchitektur zu entwickeln, die die erforderlichen Schnittstellen zu Fremdsystemen definiert. Zum zweiten soll das MAS Aufgaben übernehmen, die bisher weitestgehend vom Disponenten getragen wurden. Dazu muss sich die Arbeitsteilung zwischen beiden, d.h. das Verhältnis zwischen Autonomie und Benutzereingriff beim MAS, flexibel einstellen lassen. Dafür gilt es Bedienkonzepte zu entwickeln, die zu nachvollziehbaren und überwachbaren Planungsergebnissen führen. Der verfolgte Lösungsansatz verbindet die in der Produktionsplanung etablierten Verfahren der prioritätsregelbasierten Steuerung und des Constraint-based Scheduling mit ihren agententechnologischen Gegenstücken, nämlich dem regelbasierten Agentenverhalten und der Definition von Freiheitsgraden durch Normen.
DFG-Verfahren Schwerpunktprogramme
Beteiligte Person Professor Dr.-Ing. Heinz Wörn
 
 

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