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FOR 526:  Blaulicht-sensitive Photorezeptoren

Fachliche Zuordnung Biologie
Förderung Förderung von 2004 bis 2010
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5470629
 
Die Forschung an Licht-gesteuerten biologischen Prozessen hat in Deutschland eine lange Tradition. Dies beinhaltet grundlegende Experimente zur Photosynthese wie die fundamentalen Arbeiten von Otto Wahrburg, die Analyse ultraschneller Prozesse zur Ladungstrennung, erste Kristallstrukturen von Reaktionszentren und Lichtsammlerkomplexen sowie unzählige Beiträge zum Verständnis der Ladungstrennung. Deutsche Wissenschaftler haben zur Entdeckung und dem detaillierten Verständnis des Modellsystems Bakteriorhodopsin sowie des Sehfarbstoffes Rhodopsin beigetragen. Sie haben wichtige Beiträge zur Analyse photochemischer Prozesse der Phytochrome sowie Rhodopsin-vermittelter Signalprozesse geliefert.
Im Gegensatz dazu wurden die bisher bekannten Blaulichtrezeptoren von Cashmore (Cryptochrome), Briggs (Phototropin) und Gromelsky/Kaplan (Appa) in den USA entdeckt. Alle drei Prototypen von Photorezeptoren wurden bisher "in vivo" studiert, aber die Reaktionswege von der Lichtabsorption bis zum Erreichen des Signalzustandes (sowie die entsprechenden Inaktivierungsprozesse) sind noch weitgehend unbekannt.
Da die enge Kooperation zwischen Biologen, Spektroskopikern und Kristallographen bei der Aufklärung der Photosynthese sowie der Retinalproteine so erfolgreich war, schien es außerordentlich naheliegend, eine Forschergruppe zu gründen, die in der Lage ist, die elementaren Reaktionsmechanismen Flavin-basierter Photorezeptoren aufzuklären. Dies war besonders in Deutschland wünschenswert, wo seit vielen Jahren hervorragende Expertise in den Bereichen Proteinexpression, schnelle und ultraschnelle Spektroskopie, Infrarotspektroskopie sowie Strukturanalyse entwickelt wurde. Die Bündelung dieser Aktivitäten soll zu signifikanten Beiträgen zu diesem international hoch kompetitiven Forschungsfeld führen.
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