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SFB 626:  Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste

Fachliche Zuordnung Geisteswissenschaften
Sozial- und Verhaltenswissenschaften
Förderung Förderung von 2003 bis 2014
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5485744
 
Den Ausgangspunkt des Sonderforschungsbereichs bilden zwei in jüngerer Zeit zu beobachtende Entwicklungen: zum einen die zunehmende intermediale Vernetzung der Künste untereinander, zum anderen - im Zuge einer durchgreifenden Ästhetisierung der Lebenswelt - die Tendenz zur Aufhebung der Grenze zwischen Kunst und Nicht-Kunst. Diese beiden künstlerischen Entwicklungen haben eine Parallele in einem Weltzugang, der, über die Kunst hinaus, zunehmend ästhetisiert erscheint.
Angesichts dieser Entgrenzungstendenzen zwischen den Künsten einerseits, zwischen Kunst und Nicht-Kunst andererseits stellt sich die gegenläufige Frage, ob und inwieweit von der "Eigenart ästhetischer Erfahrung" die Rede sein kann, ob es innerhalb des Ästhetischen eine "Eigenart der Kunsterfahrung", und schließlich, ob es innerhalb der Kunst eine "besondere Erfahrung der einzelnen Künste" gibt. Das Ziel besteht darin, die Ursachen und Motivationen, aber auch die Konsequenzen der skizzierten Entgrenzungstendenzen zu ergründen. Indem der pragmatische Weltzugang in wachsendem Maße von einem ästhetischen Weltzugang überlagert wird, wächst aber auch das Desiderat, Inhalt, Verlaufsform und Funktion ästhetischer Erfahrung zu begreifen.
Es geht aber auch um die Frage, wie die Kunstwissenschaften angemessen auf eine Entwicklung reagieren können, die die Kunst der Zuordnung zu den verschiedenen Kunstwissenschaften zunehmend entzieht. Indem das Konzept der ästhetischen Erfahrung in den Mittelpunkt gerückt wird, lassen sich die älteren und der Gegenwartskunst nicht mehr angemessenen essenziellen, formalistischen oder normativen Definitionen des künstlerischen Gegenstandes überwinden. Denn aus dieser Sicht meint "das Ästhetische" oder "die Kunst" weniger eine bestimmte Eigenschaft von Objekten als vielmehr einen spezifischen Umgang mit Objekten.
DFG-Verfahren Sonderforschungsbereiche

Abgeschlossene Projekte

Antragstellende Institution Freie Universität Berlin
Beteiligte Hochschule Humboldt-Universität zu Berlin
 
 

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