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Bedingungen und Entwicklungsperspektiven "einfacher" Industriearbeit

Fachliche Zuordnung Soziologische Theorie
Förderung Förderung von 2008 bis 2012
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 64673754
 
Das Projektvorhaben zielt auf die Analyse der Bedingungen und Entwicklungsperspektiven industrieller Einfacharbeit in Deutschland. Einfache Arbeit soll in einer ersten Näherung als Tätigkeit verstanden werden, die eine geringe Komplexität aufweist, kaum größere Anforderungen an die Beschäftigten stellt und deren Ausführung nur begrenzte Qualifikationen voraussetzt. Im Mainstream der Forschung wird seit geraumer Zeit die Auffassung vertreten, dass dieser Arbeitstypus angesichts säkularer Tendenzen des Upgradings von Qualifikationen nurmehr eine Residualgröße bei der Entwicklung der Erwerbsarbeit in Deutschland darstelle. Lediglich im Servicebereich findet sich Einfacharbeit in größerem Umfang. Ausgehend von empirischen Evidenzen soll im geplanten Projekt hingegen die These vertreten und überprüft werden, dass ein solcher Typus von Arbeit im sekundären Sektor unter spezifischen Bedingungen eine stabile Entwicklungsperspektive für Industriearbeit bezeichnet. Systematische Untersuchungen hierzu liegen nicht vor. Methodisch basiert das Vorhaben auf einer quantitativen Sekundärauswertung statistischer Breitendaten über Tätigkeits- und Beschäftigungsstrukturen sowie auf qualitativen kontrastierenden Fallstudien in kleinen und mittleren Unternehmen aus traditionellen Industriebranchen. Konzeptionell schließt es an die neuere Debatte um betriebliche Beschäftigungssysteme an, die im Kontext der soziologischen Arbeitsmarktforschung steht.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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