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GSC 1006: Graduiertenschule für Quantitative Biowissenschaften München (QBM)
Fachliche Zuordnung
Grundlagen der Biologie und Medizin
Förderung
Förderung von 2012 bis 2019
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 194407719
Infolge der genomischen Revolution und einer Fülle technologischer Neuerungen befinden sich die molekularen Biowissenschaften in einem tiefgreifenden Umbruch. An die Stelle der Betrachtung einzelner Gene und Proteine tritt zunehmend die Analyse großer molekularer Maschinen und zellulärer Signalwege, mit dem übergreifenden Ziel, biologische Systeme in ihrer Gesamtheit zu verstehen. Die explizite Untersuchung komplexer biomolekularer Systeme stellt eine immense methodische und konzeptuelle Herausforderung dar; qualitative Verfahren sind nicht länger ausreichend und bedürfen der Komplementierung durch quantitative Daten und mathematische Modellierung. Die systemisch orientierte Biowissenschaft wird damit zu einem inhärent interdisziplinären Unterfangen, in dem Forscherinnen und Forscher aus Biochemie, molekularer und organismischer Genetik, Biophysik, Statistik, Bioinformatik und theoretischer Physik zusammenwirken müssen. Das Ziel der Graduiertenschule für Quantitative Biowissenschaften München (QBM) ist es, junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit dem methodischen und konzeptuellen Rüstzeug auszustatten, um in dieser neuen, multidisziplinären Umgebung erfolgreich zu sein. Die Schule soll eine neue Generation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern heranbilden, die vielfältige Herangehensweisen und Denkansätze beherrschen, problemlos über traditionelle Fachgrenzen hinweg kommunizieren können und die insbesondere eine Brücke zwischen experimentellen und theoretischen Disziplinen zu schlagen vermögen. Zu diesem Zweck bietet die Graduiertenschule ein internationales, strukturiertes Doktorandenprogramm mit drei Kernelementen an: (1) einem interdisziplinären Forschungsprojekt, das gemeinsam von zwei Wissenschaftlerinnen beziehungsweise Wissenschaftlern aus verschiedenen Fachgebieten betreut wird, (2) einem gezielten Lehrveranstaltungsprogramm, in dessen Zentrum ein neuartiger interdisziplinärer Kurs steht, der grundlegende Probleme der Biowissenschaften aus verschiedenen Perspektiven behandelt, und (3) ergänzenden Aktivitäten zur Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit und anderer Schlüsselqualifikationen. Über diese Ausbildungsziele hinaus schafft die Schule einen Rahmen für interdisziplinäre Kollaborationen zwischen den teilnehmenden Arbeitsgruppen und treibt somit die quantitative und systemorientierte Lebenswissenschaft ganz unmittelbar voran. Die Graduiertenschule ist eine gemeinsame Initiative führender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie des Max-Planck-Instituts für Biochemie und des Helmholtz Zentrums München.
DFG-Verfahren
Graduiertenschulen
Antragstellende Institution
Ludwig-Maximilians-Universität München
Beteiligte Institution
Helmholtz Zentrum München
Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt; Max-Planck-Institut für Biochemie (MPIB)
Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt; Max-Planck-Institut für Biochemie (MPIB)
beteiligte Wissenschaftlerinnen / beteiligte Wissenschaftler
Professor Dr. Wolfgang Baumeister; Professor Dr. Peter Burkhard Becker; Professor Dr. Roland Beckmann; Professor Dr. Dieter Braun; Professor Dr. Thomas Brocker; Professorin Dr. Elena Conti; Professor Dr. Patrick Cramer; Professor Dr. Wolfgang-M. Franz; Professor Dr. Hermann E. Gaub; Professorin Dr. Ulrike Gaul (†); Professor Dr. Ulrich Gerland; Professor Dr. Franz-Ulrich Hartl; Professor Dr. Karl-Peter Hopfner; Dr. Wolfgang Huber; Professor Dr. Axel Imhof; Professor Dr. Christoph Klein; Professor Dr. Joachim Rädler; Professorin Dr. Petra Schwille; Dr. Johannes Söding; Professor Dr. Fabian Theis; Professor Dr. Eckhard Wolf; Professor Dr. Ralf Zimmer
Sprecher
Professor Dr. Erwin Frey