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The olfactory system of closely related wild bee species (families: Halictidae, Colletidae and Megachilidae) - neuroanatomical correlations to social organization and host-plant preference

Antragstellerin Dr. Christina Kelber
Fachliche Zuordnung Biologie des Verhaltens und der Sinne
Förderung Förderung von 2011 bis 2015
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 198005794
 
Erstellungsjahr 2015

Zusammenfassung der Projektergebnisse

In dieser Studie wurden die möglichen Ursachen für die Komplexität verschiedener neuroanatomischer Merkmale im olfaktorischen System von Hymenopteren untersucht. Der neuartige Ansatz, Merkmale in verschiedenen Arten, Gattungen und sogar Familien zu vergleichen, hat zu wertvollen Erkenntnissen in Bezug auf die Evolution von Eusozialität geführt. Die ursprünglich gestellte Frage, ob die Komplexität des olfaktorischen Systems ein Ergebnis der Eusozialität oder eher ein Ergebnis anderer evolutionärer Drücke und damit eventuell eine Grundvoraussetzung für die Entwicklung der Eusozialität sei, konnte erstmalig zumindest teilweise beantwortet werden. Durch die ausführliche Untersuchung der Neuropilvolumina, der Antennallobusstruktur und der Synapsendichte im Pilzkörper konnte zumindest für halictide Bienen ausgeschlossen werden, dass die Komplexität nur in eusozial lebenden Arten zu finden ist. Im nächsten Schritt gab die umfangreiche Untersuchung der Antennallobusstruktur bei Bienen der Familien Halictidae, Colletidae, Andrenidae und Megachilidae Aufschluss über Unterschiede in der Anzahl der Glomeruli zwischen polylektischen und oligolektischen Arten. Hier konnte ein deutlicher Unterschied gefunden werden, mit einer geringeren Anzahl an Glomeruli in spezialisierten Arten. Daher kann die Aussage getroffen werden, dass die Wahl der besuchten Futterpflanzen einen deutlich größeren Einfluss auf die Komplexität des olfaktorischen Systems hat als die soziale Lebensweise. Jedoch sollte in Betracht gezogen werden, dass auch andere Selektionsdrücke (Nistverhalten, klimatische Faktoren usw.) einen Einfluss haben. Dies könnte in einer weiterführenden Studie untersucht werden.  http://www.zeit.de/news/2014-05/07/tiere-ameisen-groessenvergleich-vonhirnarealen-sagt-wenig-aus-07071602  http://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article127702237/Ameisen-Studie- Groesse-des-Gehirns-sagt-wenig-aus.html  http://www.bluewin.ch/de/news/wissen---technik/2014/5/7/ameisen-- groessenvergleich-von-hirnarealen-sagt-wen.html

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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