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Magnet-Resonanz-Tomograph (Aufrüstung)

Fachliche Zuordnung Medizin
Förderung Förderung in 2012
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 215549025
 
Erstellungsjahr 2017

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Die Aufrüstung des Magnet Resonanz Tomographen (MRT) erlaubte durch die mehrfache Sendetechnik, sowie die erhöhte Anzahl an Empfangskanälen einige nennenswerte Verbesserungen in der (Neuro-) radiologischen Forschung. Zum einen erlaubt die Anregung mit mehreren Sendequellen eine homogenere „Ausleuchtung“ des Gesamtvolumens des Objektes, was sich positiv auf die Bildqualität auswirkt. Dies kommt insbesondere in größeren Volumina (z.B. Schulter, Wirbelsäule) stärker zur Geltung. Ein weiterer Vorteil dieser Technik ist die Reduktion der Energieabsorption des Patienten. Durch die Verwendung von zwei Quellen kann das Volumen bei geringerer Energiedeposition als bei einer Quelle angeregt werden. Das liegt daran, dass die Gesamtenergie trotz zweier Quellen geringer ist, da die einzelnen Quellen eine viel geringere Gesamtenergie applizieren als eine einzelne Quelle es müsste. Diese Technik erlaubt durch die geringere Energiedispostion auch kürzere Aufnahmedauern. Da weniger Energie appliziert werden muss bei gleicher Bildqualität bzw. Geschwindigkeit, konnten die Protokolle dahingehend optimiert werden, dass die Aufnahmen bei gleicher Energiedisposition in kürzerer Zeit durchgeführt werden konnten. Die Aufrüstung des Empfangssystems (Datenaufnahme) von 8 auf 32 Kanäle zeigte auch eine deutliche Verbesserung der Bildqualität und auch der Scangeschwindigkeit. Da eine höhere Anzahl an Empfangskanälen nicht nur das Rauschen reduziert und somit die Bildwiedergabe verbessert, sondern auch höhere Faktoren der parallelen Bildgebung erlauben, konnten auch dadurch die Scanzeiten bei gleicher Bildqualität reduziert werden. Mittels o.g. Verbesserungen konnte insbesondere die Arterial Spin Labeling (ASL) Technik erweitert und verbessert werden. Durch die stark beschleunigten Aufnahmen konnten insbesondere Angiogramme in weniger als 100ms Zeitauflösung durchgeführt werden bei einer Auflösung von < 1mm³. Des Weiteren wurden diverse Studien mittels funktioneller MRT (fMRT) durchgeführt, wobei die Beschleunigung der Scanzeit bei gleichbleibendem Signal-zu-Rausch Verhältnis weitere Vorteile brachte (z.B. weniger Wiederholungen des Experimentes). Dasselbe gilt für die resting state fMRT (rs-fMRT) Aufnahmen, welche durch das hohe Signal-zu-Rausch Verhältnis der 32 Empfangskanäle, sowie der homogenen Anregungen gute Ergebnisse liefern konnte, obwohl kein aktiver Reiz gesetzt wurde. Das Fibertracking (Diffusion Tensor Imaging) konnte in mehreren Raumrichtungen aufgenommen und somit auch feinere bzw. komplexere Faserbahnen wie z.B. der Fasciculus Arcuatus in angemessener Scanzeit dargestellt werden, was zuvor schwer oder gar nicht möglich war.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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