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Die frühkaiserzeitlichen Fürstengräber von Lübsow im Kontext - antiquarische, naturwissenschaftliche sowie siedlungsarchäologische Untersuchungen
Antragsteller
Dr. Jan Schuster
Fachliche Zuordnung
Ur- und Frühgeschichte (weltweit)
Förderung
Förderung von 2006 bis 2008
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 21726742
Das Vorhaben wird ¿ ausgehend von einer umfassenden Neubearbeitung der ¿Fürstengräber¿ von Lübsow ¿ wesentlich neue Erkenntnisse zur Entstehung und Ausprägung der älterkaiserzeitlichen Prunkgrabsitte, zur Vernetzung der Eliten im mittel- und nordeuropäischen Barbaricum und deren Kontakte zum Römischen Reich liefern. Neben der überregionalen Analyse gilt es, auf Grundlage einer Quellensammlung der gleichzeitigen Grabinventare Vor- und Hinterpommerns die Stellung der mit außergewöhnlichen Beigaben versehenen Bestattungen in ihrem regionalen Umfeld zu ergründen. Verschollen geglaubte, unbearbeitete sowie der Fachwelt nicht bekannte Funde aus Lübsow haben die Ausgangsbasis erheblich erweitert. Neue Fundplätze wurden in der Region erschlossen und die internationale Forschung ist seit der kriegsbedingt unvollständigen Erstpublikation der Gräber vor über 50 Jahren weit vorangeschritten. Daher werden die Artefakte einer antiquarischen Neubearbeitung unterzogen, bereichert durch zahlreiche naturwissenschaftliche Begleituntersuchungen. Letztere er-möglichen Aussagen zur Provenienz, zur Herstellungsweise, zum technischen Vermögen der Hand-werker, zum Grabritus anhand speziell gefertigter, nicht funktionsfähiger Stücke und zum römisch-germanischen Technologietransfer. Verschiedene Feldforschungen auf dem Fundplatz sollen neue Erkenntnisse zu Grabkonstruktion, Grabhügelaufbau, Topographie und Gräberfeldausdehnung liefern.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
