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Geodätische Messung eisauflast-induzierter Krustendeformationen in Südpatagonien (Argentinien)
Antragsteller
Dr.-Ing. Andreas Richter
Fachliche Zuordnung
Geodäsie, Photogrammetrie, Fernerkundung, Geoinformatik, Kartographie
Förderung
Förderung von 2012 bis 2018
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 219575542
Seit der „Kleinen Eiszeit“ befinden sich die Eisfelder und Gletscher Patagoniens auf dem Rückzug. Der Eismassenverlust stellt dabei ein Auflastsignal dar, welches eine visko-elastische Deformation der Erdkruste verursacht. Das beantragte Projekt hat die geodätische Messung der Geschwindigkeit dieser eisauflast-induzierten Krustendeformation zum Ziel. Dazu soll am östlichen Rand des Südlichen Patagonischen Eisfelds, im Einzugsgebiet des Lago Argentino und des Lago Viedma in der argentinischen Provinz Santa Cruz, ein regionales Netz von 15 Messpunkten wiederholt mit GPS/GNSS beobachtet werden. Ein aktuelles Modell der glazial-isostatischen Krustendeformationen sagt für dieses Gebiet außergewöhnlich hohe Deformationsgeschwindigkeiten vorher. Die Validierung dieses Modells mit den Messergebnissen erlaubt wertvolle Rückschlüsse hinsichtlich der regionalen Vereisungsgeschichte sowie zu rheologischen Eigenschaften der Lithosphäre im Untersuchungsgebiet.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
