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Charakterisierung von Autoantikörpern gegen den kardialen repolarisierenden KCNQ1 Kaliumkanal im Kaninchenmodel.

Antragstellerin Dr. Jin Li
Fachliche Zuordnung Kardiologie, Angiologie
Förderung Förderung von 2012 bis 2013
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 231419723
 
Herzrhythmusstörungen tragen wesentlich zur kardiovaskulären Mortalität bei. Ischämien, Kardiomyopathien, Elektrolytentgleisungen und Gendefekte sind häufige Ursachen. Neuere Daten weisen zudem auf eine Beteiligung des Immunsystems in der Pathogenese kardialer Arrhythmien hin. In eigenen Vorarbeiten konnte die Existenz von Autoantikörpern gegen den kardialen spannungsabhängigen KCNQ1 Kaliumkanal bei Patienten mit dilatativer Kardiomyopathie nachgewiesen werden. Patienten mit anti-KCNQ1 Antikörpern wiesen im EKG ein signifikant verkürztes QT Intervall verglichen mit seronegativen Patienten auf. Auf zellulärer Ebene konnte eine IKs Stromzunahme in KCNQ1/KCNE1-exprimierenden HEK 293 Zellen nach Exposition mit anti-KCNQ1 Antikörper-positiven Seren gemessen werden. Das vorliegende Forschungsprojekt zielt darauf ab, den zugrunde liegenden elektrophysiologischen Pathomechanismus der anti-KCNQ1 Autoantikörper im Tiermodell zu untersuchen. Hierfür wird in einem experimentellen Kaninchenmodel eine humorale Immunantwort induziert. Mittels elektrophysiologischer in vivo (EKG, elektrophysiologische Untersuchung) und in vitro (Patch Clamp) Untersuchungen sowie durch Western Blot, Histologie und Immunhistochemie werden die funktionellen und biophysikalischen Eigenschaften der anti-KCNQ1 Autoantikörper charakterisiert. Antikörper-induzierte Herzrhythmusstörungen repräsentieren ein neuartiges pathophysiologisches Konzept. Die detaillierte, mechanistische Aufklärung einer autoimmunen Modulation der kardialen Elektrophysiologie kann wesentlich zur Verbesserung der antiarrhythmischen Therapie beitragen.
DFG-Verfahren Forschungsstipendien
Internationaler Bezug Kanada
 
 

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