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Die Beziehungen zwischen Text und Bild im deutschen und französischen Künstlerbuch von 1980 bis 2004

Antragstellerin Dr. Anja Hagemann
Fachliche Zuordnung Europäische und Amerikanische Literatur- und Kulturwissenschaften
Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft; Kulturwissenschaft
Förderung Förderung von 2013 bis 2014
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 234826347
 
Diese Forschungsarbeit gibt einen Überblick über die Text- und Bildbeziehungen im Künstlerbuch (Livre de dialogue), gemeinsames Werk eines Malers und eines Dichters, in Deutschland und Frankreich von 1980 bis 2004. Im Gegensatz zum „illustrierten Gedichtband", wo das Bild dem Text nur als Illustration dient; geht es hier um den Dialog von zwei gleichwertigen, autonomen Ausdrucksmitteln. Er führt zu komplexen Interaktionen zwischen verbalen und visuellen Zeichen. Eine der Hauptproblematiken liegt darin, dass diese beiden Ausdrucksmittel verschiedenen semiotischen Systemen angehören. Es handelt sich also um die Korrelation von zwei heterogenen Ausdrucksformen (der literarische und der malerische Text), von denen jede zu einem anderen semiotischen System gehört, das sich aus speziellen Grundeinheiten zusammensetzt, seinen eigenen syntagmatischen und paradigmatischen Mechanismus hat, und über seine eigene Art und Weise verfügt, Bedeutungen herzustellen. Die analysierten Prozesse setzen sich mit den verschiedenen Formen, den Folgen und den Grenzen dieser Begegnung auseinander. Im ersten Teil werden die figurativen Prozesse, die sich mit der Darstellung des dichterischen und des malerischen Objekts befassen, im Allgemeinen analysiert. Im Anschluss daran setzt sich eine detailliertere Untersuchung mit den Beziehungen zwischen Text und Bild im Bezug auf die Konzepte von Raum, Fragment, Körper und den kreativen Schaffensprozess auseinander. Ich kritisiere wissenschaftliche Methoden, deren Ansätze sich auf ein Ungleichgewicht zwischen Text und Bild gründen und die entweder das sprachliche System auf das Bild übertragen („Linguistic Turn) oder andersherum den Text dem Bild unterordnen („Iconic Turn"). Meine Untersuchungen dagegen gründen sich auf einen interdisziplinären Ansatz, der linguistische, kunsthistorische, semiotische und medienwissenschaftliche Theorien miteinander verbindet.
DFG-Verfahren Publikationsbeihilfen
 
 

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