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Erweiterung des Referenztexts der "Vierundzwanzig Alten" Ottos von Passau nach der Handschrift Karlsruhe, Landesbibliothek, Cod. St. Georgen 64 zu einer Hybrid-Edition mit Quellen- und Wortschatzuntersuchungen.

Fachliche Zuordnung Germanistische Mediävistik (Ältere deutsche Literatur)
Religionswissenschaft und Judaistik
Förderung Förderung von 2013 bis 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 235063976
 
Inhalt des derzeit laufenden, von der DFG geförderten Projekts ist die breit überlieferte christliche Lebenslehre ‚Die vierundzwanzig Alten oder der goldene Thron der minnenden Seele‘ des Basler Franziskaners Otto von Passau, die in den achtziger Jahren des 14. Jahrhunderts entstanden ist. Derzeit wird der im Vorgängerprojekt erstellte Referenztext der ‚Vierundzwanzig Alten‘ zu einer Hybridedition ausgearbeitet. Diese enthält alle Teile, die nicht Gegenstand des Erstprojekts waren (Einleitung, Quellenapparat, Glossar, Namenverzeichnis, Bibelstellenverzeichnis, Handschriftenbeschreibungen) und macht den Text so-wohl als Druckedition (innerhalb der Buchreihe ‚Deutsche Texte des Mittelalters‘) als auch als digitale Edition verfügbar.Bislang setzte die Quellenrecherche, wie vorgesehen, vor allem bei textinternen Indizien an: bei Quellenberufungen, bei aufs Lateinische weisenden Ausdrücken und Wortstellungen sowie bei Begriffen der Mystiker. Gezeigt hat sich, dass Ottos Quellenverarbeitung noch komplexer ist, als zuvor angenommen werden konnte, dass er ausführlich Florilegien nutzte und dass er Einzelquellen umfangreich aus-wertete, auch an Stellen, die keine der genannten Auffälligkeiten zeigen. Der Verlängerungsantrag ist auf eine Vertiefung und Erweiterung der Quellenrecherchen ausgerichtet, um Ottos Bibliothek so weit wie möglich zu rekonstruieren und dadurch seine konkrete Arbeitsweise präzise zu bestimmen. Auf diese Weise soll – im Anschluss an STEPHEN MOSSMANS wegweisende Studie ‚Otto von Passau and the Literary History of Basel in the Later Fourteenth Century‘ – ein möglichst umfassender Blick in Ottos ‚Schreibwerkstatt‘ und deren Einbindung in spezifische literarische und soziale Kontexte des späten 14. Jahrhunderts ermöglicht werden. Mit der detaillierten Darstellung der Vernetzung der Quellen in der digitalen Edition wird zudem eine Grundlage für die Erforschung volkssprachlicher Kompilationsliteratur des Spätmittelalters gelegt.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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