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Der Einfluss von Autoantikörpern gegen citrullinierte Proteine (ACPA) auf den Knochenabbau bei Patienten mit rheumatoider Arthritis

Fachliche Zuordnung Rheumatologie
Förderung Förderung von 2013 bis 2017
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 237573352
 
Autoantikörper gegen citrullinierte Proteine (ACPA) sind hochspezifisch für die rheumatoide Arthritis (RA), gehen dem klinischen Ausbruch der Erkrankung um Jahre voraus und sind der stärkste Risikofaktor für Knochenzerstörung. Wir haben kürzlich gezeigt, dass ACPA gegen citrulliniertes Vimentin über direkte Interaktionen mit Osteoklastenvorläufern Knochenabbau induzieren. Es ist bekannt, dass ACPA im Synovium mit citrullinierten Proteinen Immunkomplexe bilden. Neben der direkten Bindung von ACPA an citrullinierte Proteine auf der Oberfläche von Osteoklasten ist daher auch die Bindung ACPA-enthaltender Immunkomplexe an Fc-gamma- Rezeptoren eine mögliche Erklärung für die stark ausgeprägte Knochenresorption bei ACPA positiven RA-Patienten. Tatsächlich haben wir herausgefunden, dass Immunkomplexe die Reifung von Osteoklasten erheblich beschleunigen und dass diese Interaktion von der IgG-Glykosylierung abhängt. In diesem Projektvorschlag möchten wir daher die Mechanismen der Effekte von ACPA auf die Osteoklastogenese und den Knochenabbau bei Patienten mit RA genauer untersuchen. Mit Hilfe klinischer Studien möchten wir die Bedeutung der Feinspezifität der ACPA, deren Glykosylierung sowie die Bedeutung der Allelvarianzen von Fc-gamma-Rezeptoren auf den Knochenverlust von Patienten mit RA untersuchen. Diese Studien werden durch in vitro Untersuchungen zur Beteiligung einzelner Fc-gamma-Rezeptoren, deren Signalwegen und der Expression von pro-osteoklastären Genen und Zytokinen nach der Stimulation von Präosteoklasten mit ACPA ergänzt.
DFG-Verfahren Schwerpunktprogramme
Internationaler Bezug Niederlande, Schweden
 
 

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