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Evaluation der Ursache von Verhaltensfehlern in der menschlichen Handlungsüberwachung: Validierung eines Modells durch behaviorale und elektrophysiologische Studien, sowie Studien an Patienten mit erworbener Hirnschädigung

Antragsteller Dr. Martin Ernst Maier
Fachliche Zuordnung Allgemeine, Kognitive und Mathematische Psychologie
Förderung Förderung von 2013 bis 2017
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 245007450
 
Neuere Studien legen nahe, dass das menschliche Gehirn zu einer extrem schnellen, zugleich aber hoch spezialisierten Evaluation der Ursache von Verhaltensfehlern fähig ist. Das Ergebnis dieses Prozesses kann zur effizienten Verhaltensoptimierung genutzt werden. Das vorliegende Projekt untersucht die zugrunde liegenden Mechanismen, indem Vorhersagen eines neuen Modells der Handlungsüberwachung getestet werden. Das Modell unterscheidet zwischen einem frühen Evaluationsprozess, der auf kognitiven und affektiven Heuristiken basiert, und einem späten Evaluationsprozess, der auf Verarbeitung im Arbeitsgedächtnis basiert. In mehreren experimentellen Serien werden elektrophysiologische Indikatoren (fehlerbezogene Gehirnpotenziale wie die Ne/ERN) und Verhaltensmaße der Fehlerevaluation (Verhaltensanpassungen nach Fehlern, Fehlerklassifikationsantworten) untersucht, um das Modell in solchen Paradigmen zu validieren, in denen Fehler unterschiedlicher Ursache auftreten können. In einer Kooperationsstudie sollen zudem Patienten mit fokaler Läsion des rostralen anterioren cingulären Cortex untersucht werden, um die Rolle affektiver Prozesse bei der Evaluation der Fehlerursache zu bestimmen. Die Ergebnisse des Projekts sollen zu einem besseren Verständnis von Mechanismen der Handlungsüberwachung beitragen.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
Beteiligte Person Professor Dr. Marco Steinauser
 
 

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