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Dissertation "Trinität und Kosmos. Zur Gotteslehre des Origenes"
Antragsteller
Christoph Bruns
Fachliche Zuordnung
Katholische Theologie
Förderung
Förderung von 2013 bis 2016
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 247935373
Meine Dissertation „Trinität und Kosmos. Zur Gotteslehre des Origenes“ stellt die erste Monographie überhaupt (auch international) dar, die sich eingehend mit der trinitarischen Gotteslehre des frühchristlichen Theologen Origenes von Alexandrien (185–254) beschäftigt. Sie ist gegliedert in zwei große Teile, deren erster der sogenannten immanenten Trinitätslehre, das heißt dem ewigen Beziehungsgefüge von Vater, Sohn und Heiligem Geist, und deren zweiter der sogenannten ökonomischen Trinitätslehre, das heißt dem geschichtlichen Heilswirken von Vater, Sohn und Geist, gewidmet ist. In der Unterscheidung dieser beiden Aspekte des origeneischen Trinitätsdenken lassen sich präzise dessen terminologischen Inkonsistenzen und systematischen Ambivalenzen aufweisen, die verständlich machen, warum und inwiefern der trinitarische Streit des vierten Jahrhunderts, wie die moderne Forschung inzwischen erkannt hat, wesentlich ein Streit um die Trinitätslehre des Origenes war. Trotz der Inkonsistenzen und Ambivalenzen, die seiner Trinitätslehre eigen sind, so das Ergebnis meiner Studie, kann Origenes mit Fug und Recht als Wegbereiter des kirchenamtlichen Trinitätsdogmas angesehen werden, wie es auf den Konzilien von Nizäa (325) und Konstantinopel (381) definiert worden ist. Aus genuin theologischem Blickwinkel betrachtet, begegnen wir im Trinitätsdenken des Origenes einer durch und durch trinitarischen Betrachtung des christlichen Heilsmysteriums, die christliches Denken auch heute noch zu inspirieren vermag.
DFG-Verfahren
Publikationsbeihilfen
