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Wenn ChristInnen meditieren - Eine empirische Untersuchung über ihre Gottesvorstellungen und Glaubenspraxis

Fachliche Zuordnung Religionswissenschaft und Judaistik
Förderung Förderung von 2013 bis 2014
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 248983571
 
Die empirische Untersuchung dokumentiert und analysiert die Glaubensvorstellungen und die Glaubenspraxis meditierender ChristInnen in Deutschland in Hinblick auf die Frage, ob Meditation einen Einfluss auf diese Vorstellungen und Praxis hat. Dabei werden die Selbstwahrnehmung der Meditierenden, ihre durch Meditation gewonnenen Erfahrungen sowie Einsichten bezüglich ihres Glaubens in den Vordergrund gestellt. Dabei wurden als meditierende ChristInnen all diejenigen verstanden, die eine östliche Meditationsform üben, wie Zen, Vipassanā, tibetische Meditation oder eine als genuin christlich angesehene, wie die der Würzburger Schule der Kontemplation. Einbezogen waren auch diejenigen, die einer christlichen Kirche rein formal angehören. Als ChristInnen galten darüber hinaus alle, die sich selbst als solche verstehen, auch ohne Kirchenzugehörigkeit.Die Untersuchung ist hauptsächlich explorativen Charakters, hat aber auch explanative und deskriptive Aspekte. So werden einige Glaubensvorstellungen und Aspekte der Glaubenspraxis aufgrund der erhobenen Daten beschrieben und einige Ausgangshypothesen auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Es wurde eine relativ große Stichprobe (N=411 in der Hauptauswertung, alle Auswertungen N=956) erhoben, um Hypothesen sowie statistische Zusammenhänge überprüfen zu können. Dazu bot sich ein quantitatives Verfahren an. Aufgrund der Zielsetzung der Untersuchung kam als Instrument der Datenerhebung die Befragung in Betracht. Aus organisatorischen und ökonomischen Überlegungen wurde die schriftliche Befragung (standardisierter Fragebogen) gewählt (schriftliche Selbstausfüller). Die Ergebnisse der empirischen Untersuchung beruhen in weiten Teilen auf den Selbsteinschätzungen der Befragten und geben Antwort auf die Fragen:• Was kennzeichnet die Gruppe meditierender ChristInnen in Deutschland? • Wie steht es um das religiöse Interesse und Wissen der Meditierenden? • Gibt es Besonderheiten in ihrer religiösen Erziehung? • Waren meditierende ChristInnen im jungen Erwachsenenalter religiös besonders engagiert?• Wie finden ChristInnen zur Meditation? • Wie meditieren ChristInnen, und was erhoffen sie sich davon?• Führt Meditation zu spirituellen Erfahrungen? • Widersprechen sich christliche und dem Ursprung nach nicht-christliche Meditationsformen? • Wer sind die MeditationslehrerInnen?• Wie stehen meditierende ChristInnen anderen Religionen gegenüber? • Wie reagiert das christliche Umfeld auf die Meditierenden? • Wie stehen meditierende ChristInnen ihrer Kirche, der Kirchenleitung oder dem kirchlichen Lehramt gegenüber? • Verändern sich Glaubensvorstellungen und Glaubenspraxis durch Meditation?• Verändert sich das Gottesbild und hat das Auswirkungen auf die Glaubenspraxis?• Verändert sich gleichzeitig auch das Weltbild?• Kommt es zu religiösen Mehrfachzugehörigkeiten und synkretistischen Glaubensformen?• Wer hat die höchste religiöse Kompetenz nach Auffassung der Meditierenden? • Ist Meditation eine Gefahr für den christlichen Glauben?• Sind Meditierende eine Sondergruppe unter den ChristInnen in Deutschland? • Gibt es bei Meditierenden Unterschiede zwischen ProtestantInnen und KatholikInnen?Auf die der Untersuchung zugrundeliegenden Umfragen haben vor allem ältere und gut ausgebildete ChristInnen geantwortet, mit einem überdurchschnittlich hohen Engagement im religiös-kirchlichen Bereich. Sie sind an religiösen Fragestellungen interessiert und vertrauen vor allem ihrem eigenen Gewissen. Es handelt sich also überwiegend um religiös interessierte, engagierte und mündige ChristInnen mittleren und höheren Alters.
DFG-Verfahren Publikationsbeihilfen
 
 

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