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Molekulare Charakterisierung mitochondrialer Fissions- und Fusionmechanismen in Aspergillus fumigatus und deren Bedeutung für die Pathogenität, Lebensfähigkeit und Stresstoleranz.
Antragsteller
Dr. Johannes Wagener
Fachliche Zuordnung
Parasitologie und Biologie der Erreger tropischer Infektionskrankheiten
Förderung
Förderung von 2013 bis 2018
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 249764016
Mitochondrien sind essenzielle Zellorganellen in nahezu allen Eukaryoten. Ihre Formgebung ist äußerst dynamisch und abhängig von kontinuierlichen Fusions und Fissionsereignissen. Die Bedeutung der mitochondrialen Dynamik für die Lebensfähigkeit, Pathogenität und Stresstoleranz eukaryotischer Krankheitserreger wurde bisher nicht untersucht. Zielsetzung dieses Forschungsantrags ist die molekulare Charakterisierung der mitochondrialen Fission und Fusion des opportunistisch-pathogenen Schimmelpilzes Aspergillus fumigatus. Durch Herstellung und Charakterisierung von Stämmen mit Mutation beteiligter Gene soll die Bedeutung dieser Mechanismen für die Pathogenität und Resistenz gegenüber Wirkstoffen, wie sie beispielsweise Immunzellen abgegeben oder als Antimykotika zum Einsatz kommen, untersucht werden. Zusätzlich soll die Aktivität und Spezifität bestimmter antimykotischer Stoffe analysiert werden, die nach unserem derzeitigen Kenntnisstand eine mutmaßliche Wirkung auf die mitochondriale Dynamik haben. Das Forschungsvorhaben wird zum Verständnis der Unterschiede mitochondrialer Fission und Fusion zwischen Säugern und Pilzen beitragen und die Eignung der entsprechenden Mechanismen als antimykotische Zielstrukturen klären.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen