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Die Funktion der HopI und HopQ Proteine der äußeren Membran von Helicobacter pylori bei der Blockierung der CagA Translokation in Magenepithelzellen während der Infektion mit multiplen Stämmen.
Antragstellerin
Dr. Luisa Fernanda Jiménez Soto
Fachliche Zuordnung
Parasitologie und Biologie der Erreger tropischer Infektionskrankheiten
Förderung
Förderung von 2014 bis 2018
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 257731603
Helicobacter pylori ist ein humanes Pathogen das den Magen von circa der Hälfte der Weltbevölkerung infiziert. Seine Anwesenheit wird mit Krankheiten des Magendarm-Traktes assoziiert. Die Infektion mit mehreren Helicobacter pylori Stämmen gleichzeitig ist nicht ungewöhnlich, vor allem in den weniger entwickelten Ländern. Ein wesentlicher Pathogenitätsfaktor von H. pylori ist die Anwesenheit des Cag-Typ-IV- Sekretionssystems (Cag-T4SS ), einer Art molekularen Spritze auf der bakteriellen Oberfläche, die in der Lage ist das bakterielle Cytotoxin-assoziierte Antigen A ( CagA), das auch als bakterielles Onkoprotein bezeichnet wird, direkt in Magenepithelzellen zu injizieren. Die Injektion von CagA stört die Zellkommunikation und ist mit einer höheren Pathologie, einschließlich Magenkrebs, assoziiert. Durch co-Infektionsexperimente mit verschiedenen H. pylori-Stämmen in Zellkultur entdeckten wir einen Mechanismus in der Wirtszelle über den die effektive Injektion des CagA Toxins in die Zelle blockiert wird. Als Auslöser des Resistenzmechanismus konnten wir die H. pylori Proteine der äußeren Membran (OMP) HopI und HopQ identifizieren. In dem vorgeschlagenen Projekt wollen wir vor allem zwei Fragen beantworten: a) Wie können HopI und HopQ die Resistenz der CagA Translokation verursachen, und b) was sind die Voraussetzungen der Wirtszelle für die Translokation des CagA Toxins in die Wirtzelle.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
