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Wirkmechanismen mesenchymaler Stromazellen bei der Sehnenheilung des Pferdes: Tenogene Matrix-Remodellierung bei fortgeschrittenen Sehnenerkrankungen

Antragstellerin Professorin Dr. Janina Burk
Fachliche Zuordnung Tiermedizin
Förderung Förderung von 2014 bis 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 265078493
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Die Behandlung equiner Sehnenerkrankungen mit multipotenten mesenchymalen Stromazellen (MSC) zeigte bislang sehr vielversprechende Ergebnisse bei akuten Erkrankungen, jedoch weniger Erfolg bei chronischen Erkrankungen, welche mit substantiellen Veränderungen der extrazellulären Matrix der Sehnen einhergehen. MSC sind in der Lage, Matrix-remodellierende Enzyme und Matrixbestandteile zu synthetisieren und freizusetzen, was die Wiederherstellung gesunder und funktioneller Sehnenmatrix unterstützen könnte. Allerdings fehlten Kenntnisse dazu, ob die veränderte Sehnenmatrix bei chronischen Erkrankungen die funktionellen Eigenschaften der MSC beeinträchtigt und somit potentiell die Matrix-modulatorische Potenz der MSC einschränkt. In diesem Projekt wurde ein neues Zellkulturmodell etabliert, welches auf Sehnenmatrix- Scaffolds basiert, die aus natürlicherweise chronisch erkrankten equinen Sehnen gewonnen wurden. Experimente in diesem Modell zeigten, dass zwar die tenogene Differenzierung in der erkrankten Sehnenmatrix im Vergleich zu gesunder Sehnenmatrix nicht maßgeblich beeinträchtigt ist, dass jedoch die Expression Matrix-modulierender Enzyme und von Kollagenen verringert ist, was die Wirksamkeit der MSC bei chronischen Sehnenerkrankungen einschränken könnte. Hinsichtlich des Cross-Talk zwischen Matrix- und tenogenen Signalwegen konnten wir zeigen, dass Inhibition des ROCK Signalweges den TGF-b3- induzierten smad2/3 Signalweg und damit die tenogene Differenzierung verstärkt. Darüber hinaus identifizierten wir die smad2/3 Linker Phosphorylierung als Cross-Talk Mechanismus zwischen Matrix- und TGF-b3 Signalwegen. Nicht zuletzt weisen erste Daten darauf hin, dass ROCK Inhibition und Präkonditionierung der MSC auf Kollagen Substrat eine Strategie zur Verbesserung der Matrix-modulierenden Eigenschaften von MSC sein könnten. Die Ergebnisse des Projekts erweitern unser Wissen zu MSC Wirkungsweisen in erkrankter Umgebung und zeigen mögliche Therapieregime für die MSC-basierte Therapie chronischer Sehnenerkrankungen auf.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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