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Diccionario del Español Medieval electrónico (DEMel) - Digitalisierung und Publikation des Datenarchivs des Diccionario del Español Medieval (DEM) in Form einer semantisch vorstrukturierten Online-Datenbank

Fachliche Zuordnung Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaft, Experimentelle Linguistik, Typologie, Außereuropäische Sprachen
Angewandte Sprachwissenschaften, Computerlinguistik
Einzelsprachwissenschaften, Historische Linguistik
Förderung Förderung seit 2016
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 282533776
 
Das Projekt strebt an, der internationalen Öffentlichkeit ein umfangreiches, wissenschaftlich fundiertes und semantisch vorstrukturiertes Datenarchiv zum Wortschatz des mittelalterlichen Spanisch im Internet frei zugänglich zu machen sowie durch eine breite Erfassung und Erschließung der Daten, eine möglichst weit reichende und komfortable Durchsuchbarkeit zu gewährleisten. Als Grundlage dient das bislang nicht publizierte umfangreiche Datenarchiv, das im Rahmen der Arbeiten zum unvollendet gebliebenen, Ende 2007 aus finanziellen Gründen eingestellten Diccionario del Español Medieval (DEM) erstellt wurde. Das Archiv umfasst über 600 Werke bzw. Text- und Dokumentsammlungen vom 10. bis zum beginnenden 15. Jh. Auf ca. 700.000 Belegkarten sind die mittelalterlichen Wortformen mit dem jeweiligen Kontext und Datierung sowie grammatischen, semantischen und etymologischen Informationen notiert. Die Verfügbarmachung des Archivs ist umso relevanter, als es bisher kein umfassendes historisches Wörterbuch zum mittelalterlichen Spanisch gibt. Die thematische Fächerung (Belletristik, religiöse und juristische Schriften, Sachtexte u. a. zu Astronomie, Medizin, Botanik) ermöglicht zudem, bisher nicht erfasste Bestandteile des mittelalterlichen Wortschatzes zu beschreiben, was das DEMel sowohl für Hispanisten als auch für Wissenschaftler anderer Fachgebiete (z. B. Arabistik, Judaistik, Kulturgeschichte, Theologie) zu einer wertvollen Informationsquelle macht. Die Sammlung lag vor Projektbeginn nur in Papierform vor. Zum aktuellen Projektstand (04/2022) sind alle Karteikarten in digitalisierter Form langfristig gesichert und online unter https://demel.uni-rostock.de/ frei zugänglich. Für eine komfortable Durchsuchbarkeit wurde eine Datenbank entwickelt, in die eine Anzahl ausgewählter Informationen (Lemma mit Wortart, Wortform, Sigle, Datierung, ggf. Mehrwortlexem) eingetragen wurde. Im Fortsetzungsprojekt wird die automatische Durchsuchbarkeit ausgebaut: Mit dem Kontext und den Stellenangaben sollen weitere Informationen zu den Belegen erschlossen werden. Da die Erfassung durch eine halbautomatische Annotation der Belege in den Quelltexten erfolgen soll, können die ausgezeichneten urheberrechtsfreien Texte anschließend zudem als Volltext im Portal angezeigt und für den Download angeboten werden. Im Sinne der vollständigen Digitalisierung und Erschließung des Heidelberger Archivs sollen auch die in Druck erschienen Teilbände des DEM (a-alm) in digitalisierter Form in die Datenbank integriert werden, um den Nutzer:innen leichten Zugang zu bieten. Schließlich sollen die Ergebnisse des DEMel für eine Nachnutzung im weiteren Kontext der digitalen Romanistik und Digital Humanities zugänglich gemacht werden, wobei über die Bereitstellung der Daten über die grafische Benutzeroberfläche des Portals hinausgegangen werden soll. Gemäß der FAIR-Prinzipien sollen damit die Auffindbarkeit, Zugänglichkeit, Interoperabilität und Nachnutzbarkeit der Daten gesteigert werden.
DFG-Verfahren Digitalisierung und Erschließung (Wiss. Literaturversorgung und Informationssysteme)
Internationaler Bezug Spanien
 
 

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