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Einfluss des Eisenkreislauf in Kontinentalrandsedimenten auf den Nährstoff- und Sauerstoffhaushalt des Ozeans

Fachliche Zuordnung Physik, Chemie und Biologie des Meeres
Mineralogie, Petrologie und Geochemie
Förderung Förderung von 2016 bis 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 283168947
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Das ICONOX-Projekt, das zwischen 2016 und 2025 durchgeführt wurde, widmete sich der Entschlüsselung komplexer biogeochemischer Rückkopplungsmechanismen zwischen dem Kreislauf von Eisen (Fe), Stickstoff und Spurenelementen in der Wassersäule und in den Sedimenten von sauerstoffarmen Meeresgebieten. Im Rahmen mehrerer Forschungsexpeditionen untersuchte das Projektteam, unter welchen Umweltbedingungen sedimentäres Fe in die Wassersäule freigesetzt wird, wo es die biologische Produktivität unterstützen kann. Zusätzlich wurden marine Paläo-Umweltarchive ausgewertet, um potenzielle Rückkopplungsmechanismen zwischen der Freisetzung oder Rückhaltung von sedimentärem Fe, dem Kohlenstoff- und Nährstoffkreislauf sowie dem Sauerstoffverbrauch im tieferen Ozean zu identifizieren. Diese empirischen Erkenntnisse flossen in die Entwicklung numerischer Modelle ein, die untersuchen, wie gekoppelte Kreisläufe von Fe, Nährstoffen und Kohlenstoff auf die anthropogen bedingte Sauerstoffabreicherung im Ozean reagieren könnten. Das Projekt zeigte, dass die Freisetzung und Umverteilung von Fe aus Sedimenten ein weitverbreitetes Phänomen in sauerstoffarmen Meeresgebieten ist. Allerdings erreicht nur ein geringer Teil des mobilisierten Fe tatsächlich die Meeresoberfläche, um dort die Primärproduktion zu fördern. Ein großer Anteil wird stattdessen in der Wassersäule oder im Sediment zurückgehalten oder umgewandelt. Eine zentrale Erkenntnis des Projekts war, dass die chemische Verwitterung auf dem Festland einen entscheidenden Einfluss auf die Menge an reaktivem Fe hat, die in marine Sedimente gelangt. Zudem wurde festgestellt, dass die Umwandlung von Silikatmineralen, einschließlich ihrer Veränderung, teilweisen Auflösung und Neubildung, die Mobilität von sedimentärem Fe maßgeblich beeinflusst. Modellergebnisse zeigten, dass die Freisetzung von sedimentärem Fe dynamisch auf abnehmende Sauerstoffkonzentrationen im Bodenwasser reagiert. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die fortschreitende Sauerstoffverarmung der Ozeane die Freisetzung von Fe aus Sedimenten weiter fördern könnte, was in bestimmten Regionen die Eisenlimitierung verringern und durch gesteigerte biologische Aktivität den Sauerstoffverbrauch in tieferen Wasserschichten erhöhen würde. Das ICONOX-Projekt liefert somit wichtige Erkenntnisse darüber, wie die Elementkreisläufe im Ozean miteinander verknüpft sind und wie sie sich unter zukünftigen klimatischen Bedingungen verändern könnten.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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