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Hin zu einem Verständnis der Reibung auf Elektrodenoberflächen auf atomarer Skala

Fachliche Zuordnung Physikalische Chemie von Molekülen, Flüssigkeiten und Grenzflächen, Biophysikalische Chemie
Physikalische Chemie von Festkörpern und Oberflächen, Materialcharakterisierung
Förderung Förderung von 2016 bis 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 288879147
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Reibung ist eine der Hauptursachen energetischer Verluste. In diesem Projekt haben wir Reibung auf atomarer Ebene mittels lateraler Kaftmikroskopie für verschiedene Systeme (Kupfer-, Silber- und Iodmonolagen sowie einer Lipidschicht, sowohl in wässrigem als auch aprotischen Elektrolyten) als Funktion des Potentials an einer Au(111) Einkristalloberfläche untersucht. Atomare Auflösung konnte routinemäßig erhalten werden; für niedrige Normalkräfte ergaben sich Strukturen wie sie beispielsweise für die Adsorbate zuvor schon mit Rastertunnelmikroskopie erhalten wurden. Bei hohen Normalkräften änderte sich die erhaltene Struktur zu der des darunterliegenden Metalls, was auf eine Durchdringung der Spitze zumindest durch die äußere Adsorbatschicht schließen lässt. Generell ist die Reibung (bzw. der Reibungskoeffizient) niedrig bei hohen Potentialen, bei denen keine Metallschicht adsorbiert ist, oder bei niedrigen Potentialen, bei denen die Metallschicht so stark adsorbiert ist, dass keine Durchdringung durch die Spitze möglich ist. Wenn die Spitze bei hohen Normalkräften die Adsorbatschicht durchdringt, führt dies zu einem sehr starken Anstieg der Reibung, was zeigt dass die Energiedissipation bei der Reibung durch die Verdrängung bzw. spitzeninduzierte Desorption des Adsorbates beim Rastern verursacht wird. Stufen in Kraft-Abstandsmessungen weisen klar auf eine Verdrängung von Lösemittelmolekülen und solvatisierten Ionen von der Oberfläche hin oder auch auf eine Kompression der Lipidschicht. Eine Verdrängung stark adsorbierter Atome war unter statischen Bedingungen, also ohne Lateralbewegung, nicht möglich; offensichtlich ist auch eine Scherkraft zur Verdrängung nötig.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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