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Faktoren multiplen Sprachen- und interkulturellen Lernens. Eine quasi-experimentelle Studie zur Mehrsprachigkeitsorientierung im Französischunterricht

Antragstellerinnen / Antragsteller Professorin Dr. Kerstin Göbel; Professor Dr. Lars Schmelter
Fachliche Zuordnung Allgemeines und fachbezogenes Lehren und Lernen
Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaft, Experimentelle Linguistik, Typologie, Außereuropäische Sprachen
Förderung Förderung von 2016 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 290275946
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Ziel des Projekts war es, das Erlernen des Französischen, die Wertschätzung von (lebensweltlicher) Mehrsprachigkeit und die interkulturelle Reflexion durch eigens entwickelte Aufgaben zu unterstützen und die Lernbedingungen in einem quasi-experimentellen prä-post Warte-Kontrollgruppendesign empirisch zu beforschen. Im Projekt wurden Aufgabenformate für den lehrwerkbasierten Französischunterricht der 7. Jahrgangsstufe entwickelt, die eine systematische Einbindung der erworbenen Sprachen, einschließlich der Herkunftssprachen von Schüler:innen, sowie der schulisch vermittelten Fremdsprache Englisch ermöglichen sollten. Die Projekt-Aufgaben wurden im Schuljahr 2017/2018 im Rahmen einer Pilotierung erstmals in Schulen eingesetzt und hiernach weiterentwickelt. Für die Hauptuntersuchung im Schuljahr 2018/2019 wurden die Aufgaben deutlich überarbeitet und ergänzt. Die Implementation der Aufgaben in den Unterricht fand über einen Zeitraum von 10-12 Wochen statt, allerdings wurde das Aufgabenportfolio nicht in allen Experimentalklassen vollständig integriert. Sowohl die Experimentalklassen als auch die Kontrollgruppenklassen wurden vorher und nachher im Hinblick auf relevante Faktoren getestet bzw. befragt. Nach der Intervention wurden Interviews mit den Lehrkräften und ausgewählten Schüler:innen der Interventionsklassen durchgeführt. Auf die Grundlage der Überlegungen des Faktorenmodells konnten so Bedingungsfaktoren multiplen Sprachen- und interkulturellen Lernens im Französischunterricht untersucht werden. Die Franzimo-Aufgaben werden von sowohl von Lehrkräften und Schüler:innen positiv und motivierend eingeschätzt, jedoch wird in Interviews mit Lehrkräften deutlich, dass die Einpassung in den Unterricht u.a. aufgrund mangelnder Zeitressourcen zum Teil schwierig war. Weiterhin zeigte sich, dass herkunftssprachliche Heterogenität der Schülerschaft von den beteiligten Lehrkräften eher als herausfordernd denn als ressourcenreich wahrgenommen wird. Interviews mit Schüler:innen deuten darauf hin, dass die Intervention für das interkulturelle Lernen sowie im Hinblick auf die Nutzung sprachlicher Ressourcen beim Sprachenlernen hilfreich war. Für Schüler:innen der Interventionsgruppe, die einsprachig in der lingua franca Deutsch aufgewachsen sind, zeigte sich im Vergleich zur Kontrollgruppe eine Zunahme der positiven Einstellung gegenüber mehrsprachigen Unterrichtsaktivitäten nach der Intervention.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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