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Enantioselektive, organokatalytische Synthese des Secoiridoid-Naturstoffs Patriridosid D und Evaluierung seines Potentials als antitumoraler Wirkstoff

Fachliche Zuordnung Organische Molekülchemie - Synthese, Charakterisierung
Biologische und Biomimetische Chemie
Förderung Förderung von 2015 bis 2018
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 290523566
 
In der modernen Natur- und Wirkstoffsynthese überlappen sich synthetisch-methodische Fragestellungen (Syntheseökonomie; hoch spezifische und stereoselektive Transformationen; Ausbalancieren von Reaktivitäten) mit strukturell-ästhetischen Aspekten (hoch funktionale Moleküle; neuartige Architekturen) und medizinisch-chemischen Thematiken (Wirkungsprofil; Leitstruktur-Suche, -Optimierung und -Vereinfachung). Das hier beantragte Projekt vereint viele dieser Punkte in sich. Primäres Ziel ist die effiziente, enantioselektive und erstmalige Totalsynthese des Naturstoffs Patriridosid D, der ein neuartiges Secoiridoid-Gerüst mit vier konsekutiven Stereozentren aufweist. Aufbauend auf eigene Vorarbeiten sollen als Schlüsselschritte aktuelle, umweltfreundliche organokatalytische Verfahren an hochfunktionalen Intermediaten dienen, z.B. an einer Trialdehyd-Spezies, wie sie in ähnlicher Form auch in der Natur vorkommt. Der Naturstoff Patriridosid D wurde aus der Staude Patrinia Scabra Bunge isoliert, deren Extrakte in der traditionellen chinesischen Heilmedizin unter anderem gegen Leukämie und Magenkrebs eingesetzt werden, und er besitzt gemäß den vorhandenen Daten eine spezifische Zytotoxizität gegen die Cisplatin-resistente Magenkrebszelllinie MKN-45. Weitere Ziele sind daher die Evaluierung seines Wirkungsprofils gegenüber verschiedenen Krebszelltypen sowie die Synthese von Derivaten für Struktur-Aktivitäts-Studien und zur Steigerung der spezifischen antitumoralen Aktivität.Bei Erfolg des Projekts würden sowohl neue methodische Erkenntnisse gewonnen als auch eine neue, einfach zugängliche Leitstruktur für ein potentielles Krebsmedikament erhalten werden.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
Kooperationspartner Professor Dr. Rainer Schobert
 
 

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