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Transkulturelle Identität: Yunnan Province, VR China

Fachliche Zuordnung Asienbezogene Wissenschaften
Förderung Förderung in 2006
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 30143279
 
Die Provinz Yunnan ist eine transkulturelle Situation par excellence, da hier seit Jahrhunderten 26 der 51 Minderheiten Chinas m it Hanchinesen zusammen leben. Transkulturelle Identität fragt nach der wechselnden situativen Selbstverortung zwischen individueller Identität und übergreifenden kollektiven Identitäten und wie das eine das andere hervorbringt bzw. bedingt. Das Ziel der Feldforschung ist ein doppeltes: Es geht zum einen um die Verifizierung eines Inklusionsmodells aus situativ aktualisierten Identitäten; aus diesem Grunde ziehe ich dem Identitätsbegriff, dem gewöhnlich eine Dauer unterstellt wird, das Konzept persönlicher und gemeinsamer Situationen vor, in denen Selbstbilder ausgehandelt werden. Zum anderen geht es um das Austesten einer Interviewmethode, die dem konventionellen Leitfadeninterview zwei weitere Dimensionen hinzufügt: erstens sind neben den versprachlichten Antworten körperlich-leibliche Phänomene auf methodologisch und technisch sicherem Boden einzubeziehen (Leibphänomenologie sowie Einsatz einer Videokamera als ethnographisches Aufzeichnungsmittel); zweitens fordert Selbstreflexivität seitens der forschenden Person ein bewusstes Hin und Her zwischen den Polen kommunikativer Teilnahme (personale Regression) und distanzierender Beobachtung (personale Emanzipation). So erführe die klassische Feldforschungsmethode der so genannten Teilnehmenden Beobachtung, die langfristiges Verweilen voraussetzt, in Form einer ¿teilnehmenden Interaktion (Sonia Schoon) eine zusätzliche Differenzierung.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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